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Bad Düben Sänger bringen Steinerkeide in Authausen auf Vordermann
Region Bad Düben Sänger bringen Steinerkeide in Authausen auf Vordermann
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05:51 28.11.2018
Mitglieder der Feuerwehr und des Gesangsvereins kümmern sich seit Jahren um die Steinerkeide. Mehrmals im Jahr legten sie dabei selbst Hand an. Quelle: Wolfgang Sens
Authausen

„Unser Chor und die Steinerkeide sind eng verbunden. 1976 zu unserem 90-jährigen Jubiläum wurde sie eingeweiht, nachdem sie von Mitgliedern des Gesangsvereins auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube erbaut wurde“, erzählt Ralf Uber, Vereinsvorsitzender des Männergesangsvereins Concordia Authausen. Alljährlich laden die Sänger zu einem großen Sängertreffen dorthin ein. Auch sonst wird die Steinerkeide rege genutzt: Bikertreffen, Feuerwehr- und Dorffeste, private Feiern. All diese Veranstaltungen haben Spuren hinterlassen.

Sänger derzeit ohne Probenraum

„Nach so vielen Jahren ist es an der Zeit, mal wieder zu investieren und alles auf den neuesten Stand zu bringen“, meint nicht nur Ralf Uber. Zudem stehen die Sänger vor einem Problem. Ihren Proben- und Vereinsraum im Authausener Bürgerzentrum mussten sie räumen. Er wurde im vergangenen Jahr für die Schule als Raum gebraucht. Derzeit gehen die Sänger auf „Wanderschaft“, um in wechselnden privaten Räumen zu proben. „Das wollen wir perspektivisch ändern und sehen in der Steinerkeide Potenzial, nachdem wir uns in Authausen und der Umgebung verschiedene Objekte angesehen haben“, so Uber.

Verein hat Steinerkeide gepachtet

Inzwischen hat der Gesangsverein die Steinerkeide von der Gemeinde gepachtet, die aber Eigentümer bleibt. Zudem haben sich die Mitglieder mit der Kommune Gedanken gemacht, wie es mit dem Areal künftig weiter gehen soll. Es gibt ein Konzept und Pläne. Im ersten Abschnitt soll eine grundlegende Sanierung erfolgen. Dazu gehört das Trockenlegen der Bauten, Entkernung und die Erneuerung der Sanitäranlagen.

Barrierefrei wird das gesamte Areal gestaltet. Das öffnet neue Perspektiven für die Nutzung, sind sich die Sänger sicher. Denn sie wollen, dass die Steinerkeide auch durch andere Vereine, durch die Dorfgemeinschaft oder von neuen möglichen Partnern genutzt werden kann. Im nächsten Jahr zum Sängertreffen sollen Besucher und Akteure erstmals Veränderungen spüren und sehen.

Sänger haben Fördermittelbescheid erhalten

Ein zweiter Abschnitt soll sich bis 2020 anschließen. Hier wollen die Sänger sich ein Vereinsheim schaffen, das multifunktional genutzt werden kann. Um all das zu realisieren, hat der Verein Leader-Fördergelder beantragt. Das regionale Entscheidungsgremium des Leader-Gebietes Dübener Heide befürwortete den Antrag, und inzwischen hat der Verein einen Fördermittelbescheid in Höhe von 123 000 Euro erhalten. Das sind 90 Prozent der Kosten.

Die restlichen zehn Prozent wollen die Sänger aus eigenen Mitteln sowie mit Hilfe von Sponsoren und Eigenleistungen aufbringen. „Bis jetzt haben wir schon etliche Zusagen in Sachen Unterstützung erhalten“, berichtet Ralf Uber. So hat bereits die Feuerwehr, die wie die Sänger in der Vergangenheit schon manchen Arbeitseinsatz in der Steinerkeide leistete, Unterstützung zugesagt. Offiziell wird der Start für das Vorhaben Steinerkeide am 30. November mit dem symbolischen ersten Spatenstich erfolgen.

Areal soll für künftige Generationen erhalten werden

Warum haben sich die Sänger dieses große Projekt aufgebürdet? „Es ist an der Zeit, die Steinerkeide auf heutigen Standard zu bringen“, so Uber. Außerdem müsse die heutige Chor-Generation etwas tun, um das Areal für künftige Generationen zu erhalten. Geschehe das nicht, dann werde der Kreislauf unterbrochen und die Entwicklungsspirale gehe nach unten. Das wolle aber keiner.

Von Bärbel Schumann

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