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Bad Düben Sammler präsentiert LVZ-Ausgabe von 1955
Region Bad Düben Sammler präsentiert LVZ-Ausgabe von 1955
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10:40 17.10.2016
Bernd Graichen brachte zur Heidetauschbörse zwei alte LVZ-Ausgaben aus den Jahren 1955 und 1960 mit. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Zeitiges Kommen sichert die besten Raritäten. Daran scheint etwas dran zu sein, denn schon vor dem eigentlichen Start der 52. Heidetauschbörse in Bad Düben sind die ersten Tauschgeschäfte unter Dach und Fach.

Zweimal im Jahr treffen sich die Jäger und Sammler von heimatkundlicher Literatur, Briefmarken und Postkarten im Ortsteil Hammermühle, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und das eine oder andere Geschäft zu machen. Auch diesmal zog es wieder zahlreiche Sammlerkönige aus Sachsen-Anhalt und Sachsen zur Börse. „Wir sind offen für alles. Machen Tausch- und Verkaufsgeschäfte. Aber auch Schätzungen für diejenigen, die sich nicht auskennen“, erklärt Michael Suchant.

Etliche Stammgäste

Zu den Stammgästen gehören Eberhard Vogelsang aus Leipzig und Reinhold Spadt aus Schnaditz. Spadt ergatterte von seinem Leipziger Sammlerfreund diesmal gleich mehrere Marken mit dem Konterfei Alexander von Humboldts. „Die Marke ist aus dem Jahr 1971. Die suche ich schon eine gefühlte Ewigkeit“, freut sich Spadt. Vogelsang hat noch mehr anzubieten. Bei seiner Sammelleidenschaft hat es der ehemalige Bad Dübener vor allem auf sogenannte Abarten und Fehldrucke abgesehen, die unter Sammlern besonderen Wert haben. „Ich habe beispielsweise eine Marke von Adolf Hitler, wo in dessen Gesicht ein zusätzliches Farbpigment ist. Der schwarze Fleck ist nur auf wenigen Marken. Schuld ist ein Staubkorn, was sich für kurze Zeit auf der Druckwalze befand, als die Marken gedruckt wurden. Irgendwann fiel es wieder ab und alle anderen Marken sind sauber. Deswegen haben solche Briefmarken einen besonderen Wert“, weiß Vogelsang.

LVZ-Ausgaben von 1955 und 1960

Tischweise haben diesmal die Sammler ihre Raritäten aufgebaut. Sammelleidenschaft kennt scheinbar keine Grenzen, denn selbst im Stehen und noch mit Jacke bekleidet wurde bereits in den Postkartenstapeln der anderen geblättert. Eine Rarität hat auch der Bad Dübener Bernd Graichen dabei. Zwei LVZ-Ausgaben vom 15. Februar 1955 und vom 10. September 1960. Damals kostete das Blatt 15 Pfennig. In der Ausgabe von 1955 wurde unter anderem von der 4:6 Niederlage der Eilenburger Chemie-Fußballer gegen Liebertwolkwitz und der „Stunde der Musik“ berichtet. Im Septemberblatt von 1960 stand der Tod des einstigen DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck ganzseitig auf der Titelseite. Im Lokalteil des Blattes gab es damals schon die Rubrik „Die LVZ gratuliert“, einen Beitrag zur Plandiskussion aller Werktätigen und der demokratische Frauenbund Deutschland traf sich zum Arztvortrag. „Die Ausgaben habe ich beim Schwiegervater auf dem Dachboden gefunden, als wir den entrümpelt haben. Ich selber war jahrelang als LVZ-Postausträger unterwegs. Daher habe ich zur Zeitung eine ganz besondere Beziehung“, sagt Graichen.

Von Steffen Brost

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