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Bad Düben Samuels wollen weiter an der Mulde wohnen
Region Bad Düben Samuels wollen weiter an der Mulde wohnen
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16:31 19.05.2015
Vertreter von der Stadt und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben überreichen die Spenden an Otto und Bärbel Samuel (rechts). Quelle: Steffen Brost

Im Gepäck hatte Gabriele Leibnitz von der Stadtverwaltung und Sven Hindemitt von der Feuerwehr Spenden für die vom Hochwasser stark betroffene Familie.

Samuels wohnen in der Leipziger Straße 1. In unmittelbarer Nachbarschaft fließt die Mulde am Grundstück vorbei. So idyllisch, wie sich das große Grundstück derzeit gibt, war es bis vor Kurzem nicht. Da stand die Mulde 1,30 Meter im Untergeschoss des Wohnhauses. "Das Wasser stand diesmal 30 Zentimeter höher als 2002. Doch damals war das Wasser so schnell, wie es gekommen war, auch wieder weg. Diesmal stand die Brühe ein paar Tage länger in der Wohnung", erzählte Otto Samuel.

Seit 1975 wohnen die Eheleute an der Muldebrücke und haben nun zum zweiten Mal das Wasser im Haus gehabt. "Im Garten steht es schon mal öfters, wenn die Mulde Hochwasser führt. Aber was soll man machen? Wir wissen schließlich, wo wir wohnen. Es geht immer weiter. Ich will hier nicht mehr wegziehen", sagte Samuel.

Noch sind die Folgen der Flut vor und in dem Wohnhaus deutlich sichtbar. Die untere Etage ist noch nicht bewohnbar. Der Putz wurde von den Wänden geschlagen, damit die Mauern über den Sommer austrocknen können. "Wir machen jeden Morgen Türen und Fenster auf, damit die Feuchte verschwindet. Ich denke, in einem Jahr ist alles wieder so wie vorher", sagte Bärbel Samuel.

Auf rund 50 000 Euro schätzt die Familie den Schaden. Allein die Möbel haben 20 000 Euro Wert. Auch das Auto der beiden ging in den Fluten unter. "Das war nicht versichert. Wenigstens kommt die Versicherung für den Schaden am Haus und am Mobiliar auf", erzählte Otto Samuel weiter. Für die Instandsetzung der Wohnräume brachte Gabriele Leibnitz von der Stadt jetzt fünf Kartons voller Tapete vorbei. "Das hat unsere Bürgermeisterin vergangene Woche aus Diez mitgebracht. Eine Firma von dort hat die Tapete kostenfrei zur Verfügung gestellt", so Leibnitz. Auch Sven Hindemitt von der Feuerwehr kam nicht mit leeren Händen. Er überreichte einen Briefumschlag mit 200 Euro. Das Geld stammt vom Besuch einer Bad Dübener Feuerwehrdelegation beim Hof- und Hallenfest in Diez. Dort sammelte der Frauenchor Fachingen für eine vom Hochwasser betroffene Familie in der Kurstadt. "Ich überreiche ihnen das Geld mit den besten Grüßen aus Diez und in der Hoffnung, dass es ein wenig bei der Instandsetzung hilft", sagte Hindemitt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.07.2013

Steffen Brost

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