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Bad Düben Sanierung am Amtshaus Düben ab November – Museum öffnet nicht vor Ostern 2019
Region Bad Düben Sanierung am Amtshaus Düben ab November – Museum öffnet nicht vor Ostern 2019
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00:21 09.09.2017
Blick auf die Burg Bad Düben. Im Amtshaus auf der rechten Bildseite befindet sich das Museum. Quelle: Wolfgang Sens
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Bad Düben

Ab November wird das Amtshaus auf dem Burggelände der Kurstadt auf sichere Füße gestellt. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG): „Die Technologie ist jetzt klar.“ Wie berichtet, steht das Amtshaus, in dem das Landschaftsmuseum untergebracht ist, aufgrund einer Hochwasser-Spätfolge auf wackligen Füßen. Getreu dem Motto: „Gut Ding will Weile haben“, hat die Kurstadt sehr ausgiebig geprüft, wie das komplizierte Problem dauerhaft gelöst werden kann.

Gründung des Amtshauses ist unzureichend

Im Mai hatte zunächst eine entsprechende Probe-Injektion im Niederdruckverfahren stattgefunden, mit der relativ gute Werte erzielt worden. „Inzwischen haben die Experten aber auch festgestellt“, so die Bürgermeisterin, dass „die Gründung der Außenwände des Amtshauses unzureichend ist.“ Deshalb würden die Zement-Injektionen nun direkt unter die Außenwände gesetzt. Die Ausschreibung der Arbeiten, die bis Ende Februar 2018 abgeschlossen sein sollen, läuft derzeit. Wenn das Haus dann erst einmal sicher steht, geht es im Inneren weiter. Die Geschossdecken werden geöffnet, die einzelnen Decken zusätzlich mittels Stahlstäben mit den Außenwänden verspannt. Der Fachmann spricht hier von einem Zuganker.

720 000 Euro aus Hochwassermitteln

Da von den Arbeiten an den Außenwänden und den Geschossdecken zwangsläufig auch einige Innenwände betroffen sind, müssen ab Frühjahr 2018 anschließend umfangreiche Maler- und Putzarbeiten folgen, die Fußböden wieder eingebaut werden. Da die Stadt nachweisen konnte, dass das Hochwasser im Juni 2013 für den Schaden ursächlich war, kann sie für die zuvor genannten Arbeiten auf Hochwassermittel zurückgreifen. Insgesamt stehen ihr 720 000 Euro zur Verfügung.

Neuausrichtung des Museums

Astrid Münster: „Parallel dazu arbeiten wir aber auch an einer konzeptionellen Neuausrichtung des Museums.“ Über das bisherige Eingangsportal soll zudem ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Zwischen Erd- und Obergeschoss wird ein Fahrstuhl pendeln. Das bisherige Standesamt im Museum, das nur über eine Holztreppe im Obergeschoss erreichbar ist, wird ins Erdgeschoss verlegt. „Der Spitzboden bleibt voraussichtlich außen vor“, so die Bürgermeisterin. Hier möchte man nicht viel Geld für wenig Platz ausgeben. Als Kompensation sollen aber die Büroräume ins benachbarte Burgwächterhäuschen, wo es schon jetzt eine behindertengerechte Besuchertoilette gibt, ausgelagert werden. Die genauen Kosten, die die Stadt mit Hilfe einer Zwei-Drittel-Förderung von Bund und Land finanzieren möchte, stehen wie der Zeitpunkt, wann das Anfang August geschlossene Landschaftsmuseum wieder öffnet, nicht fest. „Vor Ostern 2019 wird es aber definitiv nicht“, so Astrid Münster.

Gabionenstützwand in der Warteschleife

Die Stadt möchte auf dem Burgberg, wo die Sanierung des Burgturmes inzwischen bis auf den Turmaufgang abgeschlossen ist, auch noch den Bereich in Nähe der Schiffmühle hochwassersicherer machen. Hier soll am Fuße des Berges eine sogenannte Gabionen-Stützwand errichtet werden. Die mit Steinen befüllten Drahtgitterkörbe sollen verhindern, dass die übertretende Mulde den Burgberg weiter ausspült. Zusätzlich soll der Bereich mit Gehölzen wieder bepflanzt werden, die die Ansicht nicht beeinträchtigen, deren Wurzeln aber den Burghang verfestigen. Dafür stehen 100 000 Euro an Hochwassergeldern zur Verfügung. „Allerdings“, bremst Astrid Münster auch ein bisschen, „werden wir die ersten Submissionsergebnisse beim Amtshaus abwarten.“ Denn sollte das zur Verfügung stehende Geld da nicht reichen, würde das Geld für die Gabionenstützwand dorthin fließen.

Der wegen umfangreicher Bauarbeiten auf dem Burgberggelände geschlossene Burgturm der Dübener Burg öffnet anlässlich des Sächsischen Wandertages an diesem Wochenende. Er kann damit sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag von 11 bis 17 Uhr für einen Euro besichtigt werden. Am Sonntag wird um 11 Uhr zudem eine Führung angeboten.

Von Ilka Fischer

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