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Sanierung des Freibads Hammermühle: Es wird teuer und dauert lange

Sanierung des Freibads Hammermühle: Es wird teuer und dauert lange

Weit über 10 000 Besucher jedes Jahr, preiswertes Baden, leichte Erreichbarkeit für Kindergarten- und Schulgruppen und zudem das im kommende Jahr bevorstehende 50. Jubiläum - all das und mehr sind Fakten, die für das Hammermühler Freibad sprechen.

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Das Nichtschwimmerbecken ist genauso wie das Schwimmerbecken marode. Der Beton ist löchrig und jedes Jahr versickern Tausende Liter Wasser.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Im gleichen Atemzug aber muss genannt werden, was die LVZ kürzlich in einer aktuellen Bestandsaufnahme benannt hat: Der Zahn der Zeit hat arg genagt, das Becken ist löchrig, Wasser tritt in Größenordnungen aus, die Gehwege sind marode, Leitungen müssen ausgetauscht werden - Ausbesserungsarbeiten reichen längst nicht mehr aus.

Aufgrund der sich abzeichnenden Probleme macht sich Dübens Linke seit Jahren für die Erhaltung und Sanierung des Objektes stark, ist mit Pächter Andreas Glewe in engem Kontakt, organisiert Arbeitseinsätze und will jetzt ihre Aktivitäten weiter intensivieren. Dabei wollen die Genossen, so Ortsvereins-Chef David Himmer, "auf ein breites Bündnis" zurückgreifen.

Fraktions-Chef Andreas Flad hatte das Problem in der Sitzung des Stadtrates angesprochen. Im Vorfeld gab es bereits Gespräche mit Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), auch im Verwaltungsausschuss sei man sich einig gewesen, dass vor allem das marode Becken nicht in dem löchrigen Zustand bleiben könne, wie es sich derzeit darstelle und Investitionen eingestellt werden. Münster hatte daraufhin bestätigt, dass geplant sei, im kommenden Jahr die Wasserleitungen auszuwechseln und zudem mit der Sanierung des Beckens begonnen werde: "Das wird in mehreren Teilabschnitten passieren, bis 2018 in Jahresscheiben."

Klar sei aber jetzt schon: "Das wird nicht reichen. Das ist erst der Anfang", so Flad. Wenn im April über den Haushalt diskutiert werde, "werden wir da auf jeden Fall nachhaken". Das von Himmer angesprochene breite Bündnis soll bei einer öffentlichen Sitzung Ende Februar/Anfang März einbezogen werden. Dazu wollen die Linken sowohl alle Fraktionen wie auch interessierte Dübener und Vereine einladen. "Wir haben ja gewissermaßen auch eine Vision. 1966 ist das Bad von Bürgern erbaut worden, warum sollen die Bürger jetzt nicht wieder mit ins Boot geholt werden", so der Ortsvereins-Chef. Auf dieser Veranstaltung wollen die Genossen Vorstellungen präsentieren, welche Möglichkeiten sie für die Sanierung des Freibades sehen. Fakt ist: Alle drei vorgeschlagenen Varianten sind kostenintensiv, umfassen Methoden einer jährlichen Teil- bis zur Komplett-Sanierung und sind nicht in einem kurzen Zeitraum zu stemmen.

Obwohl auf breiter politischer Linie nicht nur Zustimmung, sondern auch mit dem Verweis auf das Vorhandensein des modernen Heide Spa auch kritische Töne zu hören sind, wollen die Linken nicht locker lassen. "Für uns ist ganz wichtig, dass wir Kindern und Jugendlichen, die finanziell nicht in der Lage sind, das Heide Spa zu nutzen, eine Möglichkeit erhalten, einen bezahlbaren und gesicherten Badebetrieb wahrzunehmen", betont Günter Dietzsch, lange Jahre Ortsvereins-Chef der Linken in Bad Düben. Ein Fakt, den David Himmer nur bestätigen kann. "Mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern für rund 20 Euro einen Tag im Freibad, inklusive Mittag und Kaffee und Kuchen - das geht." Es drehe sich aber nicht nur um die soziale Komponente, so Stadträtin Sigrid Wendel. Im Heide Spa gehe es eher gelassener, "im Freibad können die Kinder und Jugendlichen sich austoben." Und: Mit dem geplanten Sportpark im Alaunwerk würden sich auch für das Freibad weitere Perspektiven ergeben", so Flad. Für den Fraktions-Chef ist aber auch klar: Im Bemühen um das Freibad sei man nicht auf Konfrontation mit der Stadt oder den anderen Fraktionen aus. Es gehe nur miteinander.

Ihre Meinung: Macht die Freibad- Sanierung Sinn? Schreiben Sie uns: LVZ, Roßplatz 5, 04509 Delitzsch. E-Mail: kreiszeitung@lvz.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.02.2015
Kathrin Kabelitz

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