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Schaurig-schönes Geisterfest in Schnaditz

Schaurig-schönes Geisterfest in Schnaditz

Die Schnaditzer Geisterfestmacher scheinen sich in jedem Jahr selbst übertreffen zu wollen, sei es die Dekoration, die Programmdarbietungen oder die Showeffekte.

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Katrin Bär aus Eilenburg mit Tochter Fiona sowie Charmaine Stahr (von links) aus dem Jesewitzer Ortsteil Gotha haben Spaß beim Geisterfest.

Quelle: Heike Nyari

Schnaditz. Die Gäste, die am Sonnabend in Massen das Schloss stürmten, waren jedenfalls begeistert und zeigten sich in bester Partylaune.

Für die Jüngsten ließ Cornelia Gaulke aus Bad Düben ihre Puppen tanzen. Im Innenhof war das große Kürbisschnitzen angesagt. In den Vereinsräumen innerhalb des Schlosses tummelten sich zahlreiche Kinder mit ihren Eltern an den Bastel- und Maltischen und im Flur drehte sich ein Glücksrad. Auch einige Kellerräume waren wieder schaurig schön gestaltet und ganz Mutige wagten den Abstieg in die Finsternis.

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Schnaditz. Die Schnaditzer Geisterfestmacher scheinen sich in jedem Jahr selbst übertreffen zu wollen, sei es die Dekoration, die Programmdarbietungen oder die Showeffekte. Die Gäste, die am Sonnabend in Massen das Schloss stürmten, waren jedenfalls begeistert und zeigten sich in bester Partylaune.

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Finster ging es auch im Schlosspark zu. Nach Einbruch der Dunkelheit folgten Groß und Klein dem Geisterführer, der erklärte, was aus dem Kind geworden ist, das im letzten Jahr vom Teufel entführt worden war. Nur wenig später ritt die besagte Kleine auf einer Riesenspinne die Schlosswiese entlang.

Der Park wurde dunkler und dichter, der Weg immer schmaler und unheimliche Geräusche drangen an die Ohren der Wanderer. Immer wieder zuckten Blitze durchs Gehölz und plötzlich sprang zum Schrecken aller ein Monster aus einem Sarg. Doch dieses Monster war nichts im Vergleich, welches Dr. Frankenstein auf dem Drachenberg erschuf. Als sich die Menschen um die Anhöhe versammelt hatten, hellte plötzlich ein gleißendes Licht auf und der Wahnsinnige stand hoch oben in seinem Labor. Flehende Rufe, sein Werk nicht fortzusetzen, prallten an ihm ab und so geschah das Unvermeidbare. Auf seinem Labortisch entstand unter Blitz und Donner das wahre Grauen, das wenig später etwas steif und unbeholfen den Drachenberg herunter schritt. Es griff in die Menge und nahm sich eine Frau, deren Schreie im Dunkeln verhallten. "Und wieder musste Schnaditz ein Opfer bringen", bemerkte bedauernd der Geisterführer. Vorbei an der fliegenden Hexe schritt das Volk zum Schloss zurück, wo eine imposante Feuershow und ein Feuerwerk auf sie warteten.

Mario Gehmlich kam mit einer Frau Heike, Mutter Veronika, Nichte Elke und Enkelin Lana nach Schnaditz. "Das Ganze war unbeschreiblich. Was der kleine Ort hier auf die Beine stellt, ist einfach großartig", staunt der Wolfener. "Die haben das hier richtig professionell aufgezogen", fügte Alf Peters aus Zörbig hinzu. Auch für Danila und Anja Weber aus Bad Düben steht fest, dass sie im kommenden Jahr wieder dabei sein werden. "Die Dekorationen, das ganze Flair und das alte Schloss passen so wunderbar zusammen."

Daniela Kudwin fand den Keller cool. "Wir sind zum ersten Mal hier und finden es perfekt", so die Bad Dübenerin. Sie kam in Großfamilie und der als Skelett verkleidete Sohn Hannes schnitze mit Begeisterung an einem Kürbis. "Unsere Kinder fanden das Puppentheater super", sagte Anja Mengert aus Löbnitz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2013

Heike Nyari

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