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Bad Düben Schilder weg, „Waldschänke“-Wirt sauer
Region Bad Düben Schilder weg, „Waldschänke“-Wirt sauer
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19:00 01.12.2011
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. Deren Hinweistafeln direkt an der Straße sind von einem Tag zum anderen abgebaut worden. Zudem hat die monatelange Sperrung sie in eine existenzielle Notlage gebracht.

Gabriele Körner ist empört. Erst die Sperrung, dann der Ärger mit den Schildern. „Die Leute rufen schon bei uns an und fragen, ob es uns überhaupt noch gibt", sagt die 58-Jährige. Ja, die Waldschänke gebe es noch und sie habe auch geöffnet wie eh und je, erzählt sie. Was sie und ihr Mann allerdings in den vergangenen Monaten durchlebten, wünsche sie niemanden. „Die Hälfte des Umsatzes ist weggebrochen. Unsere Existenz ist bedroht", erklärt die Wirtin. Denn die Sperrung der Straße habe viele Besucher abgeschreckt, in die Gaststätte einzukehren. An einer Beschilderung an der Umleitung habe es gefehlt. „Wir haben auch Gäste, die von weiter her kommen. Die sind wieder umgedreht und riefen dann an: Wir haben euch nicht gefunden." Immerhin verirren sich an Wochenenden zahlreiche Ausflügler nach Bad Düben, die auch gern mal eine Gaststätte aufsuchen.

Dieser Tage dann die Krönung für die Körners: Plötzlich verschwanden an der Ecke Muldeauen-Stadion an der Einfahrt zum Alaunwerk die Tafeln. „Die Schilder standen schon zu DDR-Zeiten dort, 1999 hat uns die Brauerei Krostitz dann ein neues zur Verfügung gestellt", erzählt Gabriele Körner weiter. In all den Jahren habe sich niemand daran gestört.

Das Ehepaar hat sich bereits mit einem Beschwerdebrief an die Stadt Bad Düben gewandt. Eine Antwort steht noch aus. Gegenüber der Kreiszeitung sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), dass es am Montag eine Begehung mit dem Straßenbauamt Leipzig, dem Straßenverkehrsamt des Landkreises und der Stadt gegeben habe. Ergebnis: Die Schilder würden genau in der Sichtachse der Autofahrer stehen, stellten somit ein Hindernis dar. Daraufhin erfolgte die Anordnung, dass die Tafeln abgebaut werden müssen. Münster erklärte weiter, dass es sich letztlich um Werbung im öffentlichen Raum handele. Dafür sei eine Genehmigung erforderlich und letztlich eine Gebühr. „Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Punkt eine Lösung finden können", so die Stadtchefin weiter.

Die Körners können derweil nicht glauben, dass die Krostitzer Brauerei damals die Tafel ohne Genehmigung errichtete. „Es ist schon beschämend, dass man uns nicht mal informierte", so Hubert Körner. Das Alaunwerk werde seiner Meinung nach ohnehin stiefmütterlich behandelt. „Es fehlt grundsätzlich an einer Beschilderung, wo draufsteht, hier geht’s zum Alaunwerk. Die Hammermühle findet jeder."

Die Familie ist nunmehr gespannt, ob sich die Stadt bei ihnen meldet. Die demontierten Tafeln existieren übrigens noch – sie wurden auf dem Parkplatz am Stadion abgelegt.

Nico Fliegner

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