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Schlossherr aus Tiefensee feiert Richtfest

Schlossherr aus Tiefensee feiert Richtfest


Tiefensee. Unter den wachen Augen von Dachdecker Pascal Fiedler aus Bad Düben schlug Egbert Krahnefeld den letzten Nagel in den Dachbalken seines Bauwerks, das auf seinem Tiefenseer Grundstück entsteht.

. Das Richtfest konnte gefeiert werden und wer genau hinschaut, erkennt, dass das Gebäude große Ähnlichkeit mit dem Schloss Schnaditz hat, das etwa einen Kilometer weiter entfernt steht.

„Das soll das Schloss aus dem Nachbardorf werden“, sagte Krahnefeld, der sich darüber freut, nun endlich weiter bauen zu dürfen (wir berichteten). Er hat sich wohl mit dem Bau zu sehr aus dem Fenster gelehnt oder besser gesagt zu weit in die Höhe gewagt. Nachdem das Grobgerüst des werdenden Turmes die 7,50-Meter-Marke erreichte, wurden die Behörden aufmerksam und eine Lawine von Auflagen kam auf den Bauherren zu.

Doch wieso baut Krahnefeld ausgerechnet die alte Ritterburg nach? „Ich bin im Nachbarort aufgewachsen und wohnte genau gegenüber“, erzählt er, der zugibt, ein „richtiger Fan“ des altehrwürdigen Anwesens zu sein. Dann ergab es sich, dass seine Familie einen Holzunterstand benötigte. „Also, warum nicht das eine mit dem anderen verbinden“, sagte sich der handwerklich bewanderte Mann.

Zunächst wurde das Schnaditzer Original von der Kirche aus fotografiert und die Maße umgerechnet. Schließlich sollen die Proportionen zwischen dem alten Wehrturm und dem Südflügel genau stimmen. Der Maßstab beträgt 1:4. Der Turm wird mit zwei Etagen und einer massiven Balkendecke begehbar. Die vier hohen Ecken bestehen aus 7,50 Meter langen Fichtenstämmen. Doch das ging den Behörden für einen Holzunterstand zu weit nach oben. Nun wurden Statikberechnungen, Bauzeichnungen, Lageplan und eine Menge an Stempeln und Genehmigungen fällig. „Mit so viel Bürokratie hatte ich nicht gerechnet“, sagt Krahnefeld. Aber nun sei alles im wahrsten Sinne des Wortes unter Dach und Fach.

Das Gebäude wurde in Fachwerkbauweise errichtet. Die Wände werden nicht zugemauert, sondern mit Holzscheiten gefüllt. „Es muss in unserem Schloss immer ein kleines Lüftchen wehen, damit das Holz trocken lagert“, so der Bauherr. Die Fenster werden nur angedeutet. Auch die typischen Zinnen schmücken den Turm wie beim Schnaditzer Original.

Heike Nyari

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