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Bad Düben Schlossumbau in Pressel: Zuerst wird der Außenbereich umgekrempelt
Region Bad Düben Schlossumbau in Pressel: Zuerst wird der Außenbereich umgekrempelt
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19:22 14.11.2017
Ralf Uber studiert am alten Springbrunnen die Pläne für den Schlosspark samt der Wasserspiele. Quelle: Wolfgang Sens
Pressel

Die Presseler Knirpse haben in den nächsten Monaten noch einen Grund mehr, gern in ihre Kindertagesstätte zu gehen. Denn unmittelbar vor deren Haustür können sie jetzt verfolgen, wie die Säge sägt und der Bagger baggert. Mit großen Augen staunten jedenfalls schon mal die Jüngsten bei ihrem morgendlichen Spaziergang über die Baufahrzeuge am Schloss Pressel. „Gerade Baufahrzeuge finden unsere Kinder ja so richtig spannend. Wir werden daher also noch öfter hier vorbei schauen“, sagt Erzieherin Kerstin Geißler.

Bäume und Sträucher kommen weg

„Ja, jetzt ist es richtig losgegangen“, bestätigt Ralf Uber. Seine Firma Pflasterbau Uber hat den 270 000 Euro umfassenden Auftrag für die sehr umfangreichen Bauarbeiten im Außenbereich bekommen. Beim Vor-Ort-Besuch der LVZ auf der Baustelle ist Bauarbeiter Wolfgang Gödtke gerade dabei, alte Betonteile zwischen Turnhalle und Schloss abzubrechen, einen Erdwall wegzunehmen. „Anschließend wird die spätere Feuerwehrzufahrt, die während der Bauzeit zunächst als Bauzufahrt dient, noch geschottert“, erklärt Ralf Uber.

Dass man bei dem 1,2 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt außen anfängt, hat nach Angaben von Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) mit der eng gesetzten Terminkette zu tun. Den Umbau bis zum Sommer 2018 gestemmt zu haben, sieht er jedenfalls als „sehr ambitioniertes Ziel“. Aber deshalb müssten zumindest bestimmte Arbeiten, die eben nur im Winterhalbjahr erlaubt sind, jetzt angegangen werden.

Dazu gehört auch das Roden von Sträuchern und Bäumen vor dem Gutshaus. Ein paar wenige Bäume hätten sich Presseler geholt. Doch vielleicht hat der Sturm den Holzbedarf bei vielen gedeckt. Etliche wilde Ahornbäume und Birken, die den schlossparkähnlichen Charakter stören, tragen jedenfalls noch das Fällzeichen aus roter Farbe. „Die fällen wir nun in den nächsten Tagen, holen auch alle verbliebenen Wurzeln aus der Erde“, so Ralf Uber. Er sieht den künftigen Schlosspark schon vor sich: „Hier,“ sagt er und zeigt er auf die Reste eines Springbrunnens, „kommen Natursteine hin. Eine Pumpenanlage sorgt dann für verschiedene Wasserspiele.“ Auch die noch überall herumliegenden Findlinge würden hier und dort sicher Verwendung finden. „Die Betonmauer in Richtung Dorfmitte“, so erzählt er, „kommt dagegen komplett weg. Im Dezember wird sich meine Firma weiter in diese Richtung vorarbeiten.“ Die hier noch wilde, ungepflegte Grünfläche soll einem Heidegarten weichen. Insgesamt 7000 Quadratmeter, zu denen aber auch der bisherige und künftige Bolzplatz gehören, werden damit umgekrempelt.

Innenausbau wird ausgeschrieben

Die ersten Arbeiten im Inneren des über 100-jährigen Schlosses, in dem neben einem Gereke-Zimmer (das Schloss in Pressel wurde 1910/11 vom Reichstagsabgeordneten Günter Gereke gebaut) Räume für Vereine sowie Ausstellungs- und Wirkungsflächen für Heidemaler und Künstler geschaffen werden, möchte die Gemeinde im Dezember ausschreiben. „Obwohl wir da schon viel geplant haben, laufen dafür noch immer letzte Abstimmungen“, so der Bürgermeister. Konkret ginge es um die Heizung. Und er hofft, dass das Schloss beim Bauen nicht noch weitere böse Überraschungen bereithält. Die gab es mit der „in der Luft hängenden“ Klinkerfassade oder der fundamentlosen Treppe schon im Vorfeld .

Von Ilka Fischer

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