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Bad Düben Schnelles Internet: Bad Düben will Modell-Kommune werden
Region Bad Düben Schnelles Internet: Bad Düben will Modell-Kommune werden
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19:00 31.05.2017
Winzige Glasfaserkabel zur Internetübertragung. Quelle: dpa
Bad Düben

Wenn doch alles so schnell ginge wie das schnelle Internet schnell sein soll. Bad Düben hat zumindest die Chance darauf, fixer in den Genuss höherer Übertragungsgeschwindigkeiten zu kommen, als es der vom Landkreis Nordsachsen angekündigte Breitband-Ausbau möglich machen könnte. Das wirtschaftliche und rechtliche Ausschreibungsverfahren läuft aber noch – Ergebnis offen. Bad Düben will Modell-Kommune in Sachsen werden, bis 2018/2019 soll in voraussichtlich allen Haushalten in der Stadt und im Ortsteil Hammermühle eine schnelle, auf Glasfaser basierende Internetverbindung mit bis zu 500 Mbit/ Sekunde anliegen. Bei Gesprächen mit der Deutschen Glasfaser GmbH und deren Kooperationspartner Envia tel in Markkleeberg wurde jetzt das Projekt Modellkommune vorgestellt. Doberschütz und Gräfenhainichen gehören bereits dazu, „da passt doch Bad Düben genau dazwischen“, sagt Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Ausbau erfolgt zu 100 Prozent über Breitband-Glasfaser, Bad Düben müsste keinen Eigenanteil zahlen, das Vorhaben wird wesentlich schneller umgesetzt, als es der Landkreis möglich machen kann.

40 Prozent der Einwohner müssen Interesse haben

Voraussetzung aber ist: 40 Prozent der Einwohner müssen Interesse bekunden und entsprechende Verträge mit der Deutschen Glasfaser abschließen. „Das zu erreichen, ist schon eine Herausforderung“, sagt Münster. Kommt diese Zahl nicht zusammen, wird es nichts, wie das Beispiel Brandis zeigt, das dieses Ziel für seine Ortsteile mit einem anderen Unternehmen erreichen wollte: „Dort waren es nur 20 bis 25 Prozent.“ Münster ist dennoch optimistisch. Ende Juni soll eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutsche Glasfaser GmbH abgeschlossen werden. Nach den Sommerferien würde eine zwölfwöchige „Kommunikationsphase“ mit den Bürgern beginnen. Bei entsprechender Nachfrage könnte der Ausbau bis Mitte 2017 erfolgen. Nachteil: Schnaditz, Tiefensee und Wellaune sind vorerst außen vor. Nach der ersten Ausbaustufe sollte es aber Gespräche geben, wie esmit den Ortsteilen weiter geht.

Unternehmen will auch mit Preisen punkten

Die Deutsche Glasfaser will nicht nur mit glasfaserbedingten Vorzügen, sondern auch wettbewerbstauglichen Preisen punkten. Ralf Pütz, Referent des Geschäftsführers, erläuterte die Eckdaten unlängst in Doberschütz: So kosten der 100-, 200- oder 500-Mbit-Anschluss im ersten Jahr 25 Euro im Monat, danach 45, 50 beziehungsweise 80 Euro. Damit sind Telefon und Internet bezahlt. Für Fernsehen in HD und SD-Qualität kommen, falls vom Kunden gewünscht, 15 Euro pro Monat dazu.„Der an sich 750 Euro teure Anschluss ist in der ersten Ausbauphase kostenfrei“, so Pütz. Außerdem sorge sein Unternehmen dafür, dass dem Neukunden beim Anbieterwechsel keine Nachteile entstehen.

Von Kathrin Kabelitz und Ilka Fischer

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