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Bad Düben Schnelles Internet für Bad Düben: Die LVZ beantwortet die wichtigsten Fragen
Region Bad Düben Schnelles Internet für Bad Düben: Die LVZ beantwortet die wichtigsten Fragen
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19:46 17.04.2018
Bad Düben hat Bock auf Glasfaser - bei der Nachfragebündelung sagten 41 Prozent Ja, 40 wurden gebraucht. Quelle: Nancy Pfaff
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Bad Düben

Die Einwohner der Stadt Bad Düben haben Ja zum Glasfaser-Ausbau gesagt. 41 Prozent der Kurstädter haben sich dafür bekannt. Derzeit läuft noch die Interessensabfrage in den Geschosswohnungsbauten. Hier können sich die Bürger bis zum 31. Mai entscheiden. Unterdessen beginnen die Planungen für die Tiefbauarbeiten in den Ortsteilen von Bad Düben. Doch wie geht es nun weiter, zumal der Landkreis ebenfalls flächendeckend schnelles Internet schaffen will? Die LVZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Breitbandausbau.

Wann ist mit einem Baubeginn in Bad Düben zu rechnen?

Derzeit finden Gespräche mit der Stadtverwaltung statt, um die Standorte für Glasfaserverteiler-Stationen festzulegen. Da Deutsche Glasfaser mit verschiedenen Bauunternehmen zusammenarbeitet, wird der ausführende Generalunternehmer gesucht, der die detaillierten Planungen vornehmen wird. Das Unternehmen geht im Moment davon aus, im Herbst mit dem Anschluss zu beginnen. Die tatsächliche Bauzeit beträgt etwa drei Monate, das heißt, von Beginn der ersten Bauarbeiten bis zum Anschluss des letzten Hauses.

Ab wann können die Bad Dübener wo über das Glasfasernetz verfügen?

Auf den Tag genau kann dies nicht bestimmt werden, dazu gibt es bei Bauvorhaben doch ein paar unbekannte Größen – die Witterung zum Beispiel, gibt das Unternehmen an. Die genaue Abfolge wird vom Generalunternehmer nach Auftragsvergabe in eigener Regie geplant.

Bis wann bleibt das Info-Büro in der Altstädter Straße geöffnet?

Der Servicepunkt ist bis Ende Mai jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr für alle Fragen der Mieter geöffnet – denn in den Mehrfamilienhäusern läuft derzeit noch die Nachfragebündelung bis Ende Mai. Dort können sich auch alle anderen Bürger weiterhin beraten lassen. Danach öffnet der Servicepunkt erst wieder zum Baustart.

Können Spätentschlossene jetzt noch einen Antrag auf Anschluss stellen?

Ja, das ist möglich. Wer sich bis zum Beginn der Bauarbeiten für die Erschließung des eigenen Zuhauses registriert, bekommt den Hausanschluss kostenlos eingerichtet. Später werden für die Arbeiten mindestens 750 Euro anfallen.

Da noch kein genauer Baubeginn feststeht – wie sollen sich die Bad Dübener hinsichtlich ihrer laufenden Verträge verhalten, Beispiel Kündigungsfristen?

Da die Planungen erst begonnen haben, ist jetzt etwas Geduld gefragt. Sobald die Planungen abgeschlossen und der konkrete Bautermin steht, werden alle Bürger, die sich für einen Anschluss entschieden haben, über einen Newsletter und einen Informationsbrief über die nächsten Schritte informiert. Darüber hinaus wird zuvor eine Hausbegehung durch den von Deutsche Glasfaser beauftragten Generalunternehmer durchgeführt. Hier werden die Position des Hausanschlusses und der Leistungswege besprochen. Wer schon jetzt weiß, dass er Hilfe bei der Vorbereitung der Leitungswege benötigt, kann sich an den im Ort ansässigen Elektropartner wenden. Seinen bestehenden Vertrag kündigen sollte jedoch niemand. Das übernimmt die Deutsche Glasfaser. Wichtig ist hierbei, dass sobald der Glasfaser-Anschluss installiert und aktiviert ist, der Internetzugang sofort genutzt werden kann. Erst wenn die Rufnummerübernahme vom vorherigen Anbieter abgeschlossen ist, kann auch das Telefon genutzt werden. Dann erst beginnt die monatliche Bezahlung des Vorteilspreises. In dieser Zeit kann beliebig oft der Tarif ohne Mehrkosten gewechselt werden. Nach einem Jahr muss sich dann auf ein Tarifmodell festgelegt werden, für welches dann die Leistung bezahlt wird.

Müssen die Dübener nun allein auf die Deutsche Glasfaser setzen oder ist der Landkreis Nordsachsen weiter im Boot?

Landrat Kai Emanuel (parteilos) positioniert sich dazu ganz klar: „Wir haben unser Konzept und daran halten wir fest.“ Der Ausbau für die Gebiete, die über weniger als 30 Mbit verfügen, werde wie geplant umgesetzt. Die europaweite Ausschreibung läuft. Ziel ist es, noch im zweiten Quartal die Vergabe zu realisieren. Das auch vor dem Hintergrund, „dass wir bis 31. Dezember 2020 fertig sein müssen“, so Emanuel.

Von Kathrin Kabelitz

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