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Bad Düben Schülerinnen befragen Heidebad-Gäste
Region Bad Düben Schülerinnen befragen Heidebad-Gäste
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00:00 13.08.2015
Vanessa Wutzke und Laura-Marie Rösiger (von links) befragen noch bis Ferienende wahllos die Badegäste zum Heidebad im Dübener Ortsteil Hammermühle. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Je nach Wetter tummeln sich täglich zwischen 200 und 500 Wasserratten auf dem Gelände auf der Hammermühle. Doch es herrscht dringender Sanierungsbedarf (wir berichteten). Jetzt soll es der fast sechs Jahrzehnten alten Anlage an den Kragen gehen. Stadt und Stadtrat streben eine grundlegende Sanierung an. Dafür wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die verschiedene Bereiche untersuchen. Auch eine Gästebefragung ist darunter. Mit Vanessa Wutzke und Laura-Marie Rösiger konnten zwei Oberschülerinnen gefunden werden, die sich in den Ferien bei den Besuchern nach Zufriedenheit und Wünschen erkundigen. "Wir wurden von unserem Schulleiter Herrn Schuster angesprochen, ob wir nicht diese Umfrage übernehmen wollen. Da wir sowieso oft und gern im Bad sind, haben wir zugesagt", erzählte Vanessa Wutzke.

Die 15-Jährige hat dabei ihre beste Freundin Laura-Marie Rösiger (14) an ihrer Seite. Mehrmals in der Woche sind die beiden Teenager im Bad unterwegs und haken nach. "Die Umfrage ist recht simpel. Es gibt nur die beiden Fragen. 'Was gefällt Ihnen am Heidebad?' und 'Was soll verbessert werden?'" erzählt Laura-Marie. Als kleines Bonbon dürfen die beiden künftigen Neuntklässlerinnen kostenfrei ins Bad. Die Mädels haben bereits ordentlich abgeliefert. Über 40 Gäste haben sie befragt. Bis zu 100 sollen es bis Ferienende noch werden.

80 Prozent der Antworten ähneln sich. Da werden die schattigen Plätze, das Beachvolleyballfeld, die Wasserfiguren, die große Wasserfläche und der Imbiss gelobt. Auf der Negativ-Seite stehen der Toiletten- und Umkleidebereich sowie die maroden Schwimmbecken. "Wir haben die Umfrage in die drei Kategorien Kinder, Jugend und Erwachsene aufgeteilt. Auch hier gibt es oft die gleichen Antworten. Familien wünschen sich einen schönen Spielplatz. Auch am Baby-Schwimmbecken könnte eine kleine Wasserattraktion stehen. Und die Aufsicht sollte verstärkt werden. Viele finden einen Rettungsschwimmer zu wenig. Außerdem stehen Rutsche und Sprunganlage auf den Wunschzetteln", zählte Laura-Marie Rösiger auf.

Die meisten Antworten kennt Andreas Glewe bereits. Bei ihm stapeln sich jede Menge abgegebene Umfragezettel. "Wichtigster Punkt ist die Beckensanierung. Einen Sprungturm halte ich hier für nicht umsetzbar, eine Rutsche schon. Die Kinderattraktionen wie die Wasserfiguren werden immer angenommen", weiß Glewe. Ende September wollen Vanessa und Laura-Marie die Ergebnisse ihrer Befragung dem Stadtrat präsentieren. Das Ergebnis soll in die geplanten Sanierungsmaßnahmen mit einfließen. Doch eines ist den Teenagern besonders wichtig. "Unser Heidebad muss auf jeden Fall erhalten bleiben", sind sich die Mädchen einig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2015
Steffen Brost

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