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Bad Düben Schwarze Lederkluft und heiße Öfen
Region Bad Düben Schwarze Lederkluft und heiße Öfen
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21:59 02.09.2012
Über 500 Motorradfans aus ganz Deutschland kamen am Wochenende zum 17. Authausener Bikertreffen in die Steinerkeide. Quelle: Steffen Brost
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Authausen

Dann findet das alljährlicher Bikertreffen der Motorradfahrergemeinschaft Dübener Heide statt. Am vergangenen Wochenende schon zum 17. Mal. "Wir erwarten rund 500 Motorradfahrer aus ganz Deutschland, Dänemark und Schweden", sagte Vizepräseident Ronny Schneider. Petrus spielte auch in diesem Jahr mit. Schickte allerdings nicht wie im Vorjahr brütende Hitze, sondern angenehme Wärme und ein Sonne-Wolkenmix. Schon am Freitagabend verwandelte sich der Sportplatz oberhalb des Festgeländes der Freilichtbühne in der Steinerkeide zu einer Zeltstadt. Man traf Freunde, tauschte bei einen oder mehreren Bierchen Erfahrungen aus oder jubelte bei einem Burnout, wo das Hinterrad der Maschine im stehen in einer großen Rauchwolke so zum durchdrehen gebracht wird, so dass sich der Gummi von seinem Profil verabschiedet.

Authausen. Einmal im Jahr wird es in der beschaulichen Kirchstraße im Heidedorf laut. Dann stehen an den schicken Einfamilienhäuschen keine Pkw sondern blitzblankgeputzte Motorräder, treffen sich die Biker bei Benzingesprächen und lauschen der aufgelegten Konservenmucke.

Der Sonnabend beginnt traditionell ruhig. "Erstmal gemütlich ausnüchtern. Dann geht es auf große Ausfahrt", erzählte Schneider weiter. Auch Bernd Schmiedtgen aus Jessen in Sachsen-Anhalt lässt sich kein Treffen entgehen. Der 59-Jährige ist zum 15. Mal mit seiner 30 Jahre alten Honda CX 650 E dabei. "Ich fahre seit 41 Jahre Motorrad. Ist mein Ausglich zum Job", sagte der Biker. Jedes Jahr legt der Jessener tausende Kilometer auf seiner Maschine zurück. Seine weiteste Tour fuhr er 1998. Über 4500 Kilometer zu einem Motorradtreffen nach Finnland. Nicht ganz so weit ist Andreas Jungnickel aus Mölbitz unterwegs. Schließlich hat seine Awo aus dem Jahre 1960 schon einige Jährchen mehr auf dem Buckel. "Das ist eine der letzten Touren-Awo´s. Dafür habe ich kurz vor der Wende 2500 Ostmark hingeblättert.

Später montierte ich noch einen Beiwagen dran. Bei mir geht es nicht um Geschwindigkeit. Der Weg ist das Ziel. Und solche Treffen wie in Authausen nutzen wir als Kontaktbörse und um alte Freunde wiederzutreffen", sagte Jungnickel. Nach der großen Ausfahrt mit fast 400 Motorrädern gab es am Nachmittag noch die beliebten Bikerspielchen wie Feiglinggreifen, Flaschendrehen und Schweineaugenweitspucken. Die selbstkreierten Pokale aus Zündkerzen, Bremsscheiben, Kolben, Ketten und Federn gingen an die Teilnehmer mit der weitesten Anreise, dem größten Club, dem lautesten und schönsten Bike. Mit den Bands Short Rund und Randy Steel wurde bis weit in den Sonntagmorgen gefeiert. Im nächsten Jahr soll die 18. Auflage im August starten. Bis dahin wird es in der Kirchstraße wieder ziemlich ruhig.

Steffen Brost

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