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Schweinemastanlage: Flächen sollen von Bebauung frei bleiben

Schweinemastanlage: Flächen sollen von Bebauung frei bleiben

Unter großer Bürgerbeteiligung hat der Stadtrat von Bad Düben am Donnerstagabend die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet Schweinemastanlage in Wellaune beschlossen.

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Bad Düben. Das Votum fiel einstimmig aus. Mit dem B-Plan verfolgt die Kommune das Ziel, die Flächen vor weiterer Bebauung zu schützen. Es sollen reine Landwirtschaftsflächen bleiben. Außerdem ist ein Antrag auf Zurückstellung des Baugesuchs des Schweinemastbetriebes beschlossen worden. Jetzt ist das Landratsamt am Zug. Landrat Michael Czupalla (CDU), der Gast in der Stadtratssitzung war, sagte, dass seine Behörde das Verfahren "sauber abarbeiten" und sich dabei "an die Spielregeln" halten werde.

Unterdessen hat sich Adrian Straathof, der Investor, per Fax bei der Stadt gemeldet. Er hat offenbar Wind bekommen, was die Kommune vor hat. In dem Schreiben heißt es, wie Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) informierte, dass die Stadt nichts überstürzen solle. Stadtrat Uwe Kulawinski (FWG) erklärte daraufhin, dass das Fax zeige, dass Straathof "nicht so leicht von seinem Vorhaben abzubringen" sei. "Wir sollten uns hier nicht in die Ecke drängen lassen." Die Wellauner wollen indes eine Bürgerinitiative gründen. Einwohner Andreas Korth und Vertreter der Grünen haben bereits die ersten Kontakte geknüpft. Straathof hat derweil um einen Gesprächstermin mit der Stadtchefin gebeten. Am 11. Juli wird das im Rathaus über die Bühne gehen.

Wie berichtet, will Straathof, dem das Unternehmen Sauenanlage Wellaune GmbH gehört, den Mastbetrieb von derzeit 6000 auf 37 000 Schweinen aufstocken und die Stallanlagen erweitern. Das geht aus Bauplänen hervor. Vorgesehen ist zudem die Errichtung einer Biogasanlage auf dem weitläufigen Gelände. Die Bürger aus Glaucha und Wellaune lehnen das strikt ab. Nach dem Stadtratsbeschluss haben sie applaudiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

nf

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