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Bad Düben Senioren-Wohnhof - die Grundstückssuche läuft
Region Bad Düben Senioren-Wohnhof - die Grundstückssuche läuft
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15:50 19.05.2015
Das leerstehende Schloss in Pressel erweist sich als eher ungeeignet für einen Senioren-Wohnhof in der Gemeinde Laußig. Quelle: Nico Fliegner

"Wir haben uns auch das Schloss in Pressel angesehen. Es hat durchaus Charme, aber auch Ecken und Kanten, vor allem, was das altersgerechte Wohnen angeht", so der Projektleiter. Eine Nutzung "wäre wünschenswert". Doch für einen Senioren-Wohnhof, wie er für die Gemeinde geplant ist und in dem alte Menschen ein neues Zuhause finden sollen, sei die Immobilie eher ungeeignet. "Das Schloss wäre etwas für Kreative, Künstler und Kunstschaffende. Dort stehen die Schlosstüren offen - im wahrsten Sinn", so Winfried Haas.

Architektin Christiane Domke erklärte, dass derzeit weitere Grundstücke im Gemeindegebiet besichtigt würden. "Da kristallisiert sich etwas heraus. Nächste Woche werden wir mit Eigentümern sprechen." Letztlich müsse so ein Senioren-Wohnhof bestimmte bauliche Grundvoraussetzungen mitbringen. Die derzeitigen Gehöfte hätten zumeist klassischen Charakter, bestünden aus einem Wohnhaus, einem Nebengebäude und einer Scheune. Ein potenziell infrage kommendes Grundstück respektive Objekt sollte nach umfangreicher Sanierung für eine fünf bis zehn Leute umfassende Wohngruppe ausreichend Platz haben, sodass jeder eine separate Wohnung hat und es Räume für Gemeinschaftsaktivitäten gibt. Denn der Gemeinschaftsgedanke ist die Kernidee für das Projekt nach dem Motto: Jeder bringt sich in die Wohngemeinschaft mit seinen Fähigkeiten ein.

Interessenten für das Vorhaben gibt es bereits. Und die hatten in Authausen ganz praktische Fragen, beispielsweise ob der Senioren-Wohnhof in der Nähe von Arzt und Apotheke liege, ob es eine Busverbindung gebe oder ein Geldautomat zur Verfügung stehe. Winfried Hass sagte, dass sich beispielsweise die Möglichkeit eines Fahrbusses organisieren ließe, um Einkäufe oder eben Arztbesuche erledigen zu können. Der Senioren-Wohnhof würde auch so gestaltet, dass er barrierefrei sei und von Pflegediensten angefahren werde.

Das Projektteam will jedenfalls das Vorhaben mit potenziellen künftigen Bewohnern gemeinsam entwickeln. Interessenten sind nach wie vor willkommen. Etliche Vereine und Seniorentreffs sind bereits in der Gemeinde aufgesucht worden. Weitere Besuche werden folgen, um das Projekt bekannt zu machen. Demnächst soll es auch eine Internetseite mit allen wichtigen Informationen und Ansprechpartnern geben.

iAm Projekt Interessierte können sich wenden an: Carsten Liedtke, Heide-Service-Genossenschaft, Telefon 034243/52883, Winfried Haas, Telefon 0175/1562896.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.09.2013

Nico Fliegner

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