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Bad Düben Service-Punkt in Authausen wird jetzt ehrenamtlich betreut
Region Bad Düben Service-Punkt in Authausen wird jetzt ehrenamtlich betreut
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00:33 23.03.2018
Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider schaut gelegentlich im Bürger-Servicepunkt Authausen bei Petra Mühlnikel vorbei und bespricht aktuelle Probleme. Quelle: Steffen Brost
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Authausen

Petra Mühlnikel ist bekannt wie ein bunter Hund. Denn die 64-Jährige ist seit zehn Jahren die Ansprechpartnerin im Bürger-Servicepunkt im Authausener Bürgerhaus. Sie kümmert sich um viele kleine und große Probleme der Menschen, die Fragen zur Müllabfuhr haben, einen Entsorgungsplan brauchen, Briefmarken und Postkarten kaufen wollen, einen Internetanschluss benötigen, eine Ebay-Recherche benötigen oder einfach mal eine Kopie einen Antrages brauchen. Petra Mühlnikel hilft wo sie kann. Und das jetzt seit genau zehn Jahren.

Anlaufpunkt für die Bürger

„Beim Gemeindezusammenschluss der Dörfer zur Gemeinde Laußig wurde unter anderem auch festgelegt, dass es in einem Dorf einen kommunaler Anlaufpunkt für Bürger geben sollte. Frau Mühlnikel nahm bis Ende 2017 als Selbstständige und Mitglied des Heiderservices diese Aufgabe wahr. Mit dem Erreichen des Rentenalters wurde die Vereinbarung wie geplant gekündigt“, so Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Doch Petra Mühlnikel macht den Job weiter. Jetzt ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. „Ich habe mir so viele Kontakte zu den Menschen und Institutionen aufgebaut. Und ich kann mir nicht vorstellen, ganz plötzlich jeden Tag zu Hause zu sitzen und keine Aufgabe mehr zu haben. Deswegen habe ich Herrn Schneider vorgeschlagen, dass ich das noch weitermachen würde. Ehrenamtlich“, so Mühlnikel.

Bürgermeister lobt Einsatz

Bei Gemeindeoberhaupt Schneider stieß die 64-Jährige dabei auf offene Ohren. „Ich begrüße es, wenn sich viele Ehrenamtliche über das normale Arbeitsende hinaus engagieren. Das ist nicht hoch genug zu würdigen. Nur so funktioniert auch eine richtige Gemeinde“, freut sich Schneider.

Was vor zehn Jahren als Anlaufpunkt für haushaltsnahe Leistungen wie Baumverschnitt vermitteln oder sonstige Arbeiten für Haus und Hof begann, hatte nicht den gewünschten Effekt. Dafür kamen die Bürger aus Authausen und den umliegenden Dörfern mit anderen Anfragen ins Servicebüro. „Da ging es um Anträge wie man einen Hund an- oder abmelden kann, was muss ich machen, um ein Feuerwerk genehmigen zu lassen, Bauanfragen oder ich habe auch immer mal in Nachbarschaftstreitigkeiten vermittelt. Die Leute sind zu mir gekommen und wir haben versucht, ihre Fragen und Probleme zu lösen“, erzählt die Rentnerin.

Außergewöhnliche Hilfe

Aber auch außergewöhnliche Dinge löste die 64-Jährige. Denn ab und zu kam eine Bürgerin mit ganz wenig Sehkraft ins Büro. Sie hatte Briefe und Rechnungen dabei und bat Petra Mühlnikel, sie ihr doch mal vorzulesen. „Auch das haben wir gemacht. Diese Arbeit hat einfach riesigen Spaß gemacht. Deswegen bin ich froh, dass ich es jetzt weitermachen kann“, ist Mühlnikel dankbar.

Von Steffen Brost

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