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Shoppen soll in Bad Düben erlebbarer werden

Shoppen soll in Bad Düben erlebbarer werden

Bad Düben. Das Einzelhandelskonzept für die Stadt Bad Düben ist beschlossene Sache. Der Stadtrat gab jetzt grünes Licht und damit der Verwaltung eine Arbeitsgrundlage.

. Künftig kann die Stadt Einfluss auf die Entwicklung des Einzelhandels nehmen. Hauptziel dabei: Kundenströme in die Innenstadt lenken, um die Gewerbetreibenden dort zu stärken.

Was den Handel angeht, ist die Kurstadt zweigeteilt. Einerseits gibt es das sogenannte A-Zentrum – gemeint ist der Bereich in der Innenstadt über die Achse Paradeplatz, Altstädter Straße, Markt bis Kreuzungsbereich Leipziger Straße/Lutherstraße sowie die Bereiche um Kirch- und Baderstraße. Und dann gibt es das B-Zentrum – also jene Einkaufsmärkte im östlichen Stadtgebiet an der Dommitzscher Straße mit Rewe, Penny, Rossmann und einem Bäcker.

Die Planer haben der Stadt vorgeschlagen, dem A-Zentrum die höhere Priorität einzuräumen. Es sei das „urbane Zentrum" der Stadt mit „Ausstrahlungskraft", wobei auch das nochmal zweigeteilt ist in die Bereiche Markt und Paradeplatz. Vor allem letztgenannter gilt laut Planer als „wichtiger Potenzialstandort". Bedeutet: Die bis dato gebotene Geschäftspalette ist noch ausbaufähig. Ebenso das Portfolio im Kreuzungsbereich Leipziger Straße/Lutherstraße und in der Baderstraße.

Während im A-Zentrum die Angebotsstruktur gut durchmischt sei, fehlen im B-Zentrum „nahversorgungsrelevante Fachgeschäfte und Dienstleister. Maximal könnten noch bis zu 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche ausgestattet werden.

Den Planern ist wichtig, dass Bad Düben eine optimale Nahversorgung für seine Bürger vorhält. In den zwei genannten Zentren sei diese vorhanden und dennoch ausbaufähig. Neuansiedlungen von Betrieben außerhalb der Zentren und mit einer Fläche von über 100 Quadratmetern soll es künftig nicht mehr geben. Salopp gesagt könnte die Stadt künftig einer sogenannten „Grünen Wiese" den Riegel vorschieben. Ebenso weiteren Supermarktansiedlungen außerhalb des Zentrenbereiches.

A- und B-Zentrum sollen nun im Bebauungsplan der Stadt berücksichtigt werden. Stehen sie dort drin, ist für Investoren sofort ersichtlich, was sie dürfen und was nicht. Und möglich scheint noch einiges. „Bad Düben ist eine Stadt zum Einkaufen", sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Aber sie sei keine Stadt „zum Einkaufen und Erleben", führte die Stadtchefin weiter aus. „Das gesamte Kurthema ist unser großes Potenzial. Hier sind zehn Millionen Euro zusätzlicher Jahresumsatz durchaus möglich."

Bedeutet: Bad Dübens Einzelhandel muss kreativer werden, den Erlebnisfaktor neben dem „normalen Einkaufen" in den Vordergrund stellen und entsprechende Angebote schaffen. „Meine Hoffnung ist, dass sich das Angebot dementsprechend entwickelt", sagte CDU-Stadtrat Gisbert Helbing. Vieles fehle noch in der Kurstadt und sei verbesserungswürdig. „Der Einzelhandel muss jetzt etwas aus dem Konzept machen", forderte Stadtrat Werner Stärtzel (CDU) und verwies Eckehard Tulaszewski (FDP) in die Schranken, der äußerte, dass Bad Düben bereits vor Jahren ein solches Konzept erarbeitete hatte. Dabei habe es sich laut Stärztel um ein Marketingkonzept gehandelt, in dem auf das Thema Kur vordergründig eingegangen war, nicht auf den Handel. Stadträtin Birgit Dilly (Die Linke) lobte schließlich das Ideenpapier. „So, wie es jetzt vorliegt, ist es gut."

Nico Fliegner

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