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Bad Düben Sirenen und dicker Rauch - Feuerwehr simuliert Ernstfall bei der Bundespolizei in Bad Düben
Region Bad Düben Sirenen und dicker Rauch - Feuerwehr simuliert Ernstfall bei der Bundespolizei in Bad Düben
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21:54 19.10.2011
Großangelegte Feuerwehrübung in einer Einsatzhundertschaft der Bundespolizeiabteilung Bad Düben am 19.10.2011 Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Kurz nach 13 Uhr heulten in Bad Düben und Umgebung die Sirenen. Dicker Rauch quoll zu dieser Zeit bereits aus einem Fenster im ersten Obergeschoss der vierten Einsatzhundertschaft.

Das Drehbuch für diese großangelegte Übung sah vor, dass es bei Wartungsarbeiten an einem Multifunktionsdrucker zu einem Kurzschluss im Gerät kam. Ein Mitarbeiter erlitt dabei einen Stromschlag und wurde bewusstlos. Das entstehende Feuer blieb vorerst auf das Gerät beschränkt. Der sich entwickelnde Rauch breitete sich aber aufgrund einer blockierten Brandschutztür in der gesamten Etage und im Treppenhaus aus. Der zweite vor Ort befindliche Wartungsmitarbeiter eilte zu Hilfe, erlitt dabei  selbst eine Rauchgasvergiftung. Er blieb zwar bei Bewusstsein, konnte sich jedoch nicht mehr in Sicherheit bringen. Beide Wartungsmitarbeiter zogen sich Verbrennungen zweiten Grades zu.

Bad Düben. Feuer in einer Einsatzhundertschaft der Bundespolizeiabteilung Bad Düben am Mittwochnachmittag. Das dachten zumindest die meisten der Polizeibeamten, die nichtsahnend ihrem täglichen Dienst nachkamen. Kurz nach 13 Uhr heulten in Bad Düben und Umgebung die Sirenen. Dicker Rauch quoll aus einem Fenster der vierten Einsatzhundertschaft. Es war das Drehbuch für eine großangelegte Übung.
Es dauerte keine zehn Minuten, als das erste Löschfahrzeug der Bad Dübener Feuerwehr die Liegenschaft in der Schmiedebergerstraße erreichte. "Nur wenige wussten, dass es eine Übung ist. Wir wollten so realistisch wir nur möglich sein", erklärte Polizeihauptkommissar Norbert Kessler. Ziel der Übung war es, die Belegschaft für solche Ereignisse zu sensibilisieren.

Auch für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hatte die Übung ein positiven Effekt. "Man probiert bei solch einer Aktion mal alles aus. Wie sind die Zufahrtswege zu den einzelnen Gebäuden? Mit welchen Schwierigkeiten ist zu rechnen und viele andere Dinge mehr. Sollte es mal zu einem tatsächlichen Brandereignis kommen, helfen uns diese Erkenntnisse weiter und wir können schneller helfen, sprich auch schneller Menschen retten", sagte Harald Vogel von der Bad Dübener Wehr.

Mittels schwerer Atemtechnik hatten die Kameraden aus Bad Düben und Tiefensee sich schnell zur Brandstelle vorgearbeitet und die verletzten Personen aufgefunden. Gemeinsam mit den Beamten der Bundespolizei, die parallel als Ersthelfer vor Ort waren, konnten die Verletzten in Sicherheit gebracht und Medizinern übergeben werden.

Steffen Brost

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