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Bad Düben Sonderschau über Paul Haffner
Region Bad Düben Sonderschau über Paul Haffner
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20:00 12.06.2010
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. Am Sonntag, dem 20. Juni, wird um 15 Uhr eine Schau mit Arbeiten von Paul Haffner eröffnet.

„Paul Haffner war in den frühen 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich an der Ausstellungsgestaltung des Landschaftsmuseums beteiligt", sagte Yvette Steuer, Leiterin des Hauses. „Neben zahlreichen Wandmalereien und Illustrationen, die zum besseren Verständnis der Museumsinhalte dienten, hat er die Inventarkarten zu den Sammlungsobjekten gezeichnet", informierte Steuer.

Paul Haffner war bis 1964 für das Museum tätig. Im August 1874 in Colditz geboren, lebte er später in Leipzig, wo er im Zweiten Weltkrieg sein Zuhause verlor und nach Düben kam. Hier lebte er bei Verwandten und begann in der Druckerei bei Museumsgründer Willy Winkler tätig zu werden.

„Er fertigte viele Zeichnungen und Vorarbeiten für das Landschaftsmuseum an, aber auch Kulissenmalerei für die Heimatbühne Bad Düben, unter anderem 1948 für die Aufführung ‚Singende klingende Heimat‘ mit neuen Heimatliedern und Gedichten", fand Steuer heraus. Mit den intensiven Bestrebungen Willy Winklers und seiner Arbeitsgemeinschaft in der Burg Düben ein Museum einzurichten, sei Haffners Wirkungsstätte 1953/1954 in die Räume des späteren Landschaftsmuseums verlegt worden.

Die neue Ausstellung präsentiert mehr als 60 Arbeiten, darunter ungezeigte Leihgaben der Familie Haffner aus Leipzig. Die älteste Arbeit ist aus dem Jahr 1888 und dokumentiert eindrucksvoll Haffners frühes Talent für Illustrationen. „Vermutlich hat er eine Zeichenschule besucht und später auch für das Bibliographische Institut in Leipzig Bücher beziehungsweise Lexika gestaltet", so die Museumschefin. Auffällig sei auch seine Tierliebe, die besonders in den verschiedenen Vogelstudien augenscheinlich wird. Seine Naturverbundenheit führte ihn noch im hohen Alter immer wieder in die Dübener Heide. Zeitzeugen erinnern sich, dass er weite Wanderungen unternahm und voller Freude war, Skizzen machen zu können. Außerdem geht die Ausstellung den „blassen Spuren eines unauffälligen Lebens" nach. Haffner lebte zurückgezogen und bescheiden. Er widmete sich größtenteils dem Zeichnen.

„Besonders an dieser Schau ist, dass sie einige Bilder bereithält, die sehr persönliche Andeutungen aus seiner Lebenszeit vor Bad Düben wiedergeben. An dieser Stelle gilt unser Dank den Zeitzeuginnen und den Leihgebern, die uns dabei unterstützt haben, diese Aspekte näher zu beleuchten."

Nico Fliegner

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