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Bad Düben Songs statt Sorgen: „Anima“ geht im Dübener Kirchenschiff auf große Fahrt
Region Bad Düben Songs statt Sorgen: „Anima“ geht im Dübener Kirchenschiff auf große Fahrt
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15:44 01.06.2018
Starker Auftritt: Anima beim Heimspiel in der Dübener Stadtkirche. Das Quintett Norbert Britze (l.), Daniela Peschel-Droske, Stefanie Peschel, Dorothee Peschel und Henriette Lippold (v.l.) wurde diesmal von Schlagzeuger Axel Pokrant verstärkt. Quelle: Olaf Majer
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Bad Düben

„Es gab bei der Auswahl aller Stücke im Programm natürlich vorher eine strenge Geschmackskontrolle“, scherzt Henriette Lippold am Donnerstag Abend in St.Nikolai. Und trifft damit doch ins Schwarze. Von wegen, über Geschmack lässt sich trefflich streiten: Dass, was Anima bei ihrem Auftritt im Rahmen der Fermate-Konzertreihe aus dem Notenkoffer zaubern, ist unstreitbar Genuss auf hohem Niveau. „Ich singe dir (mein) Lied“ steht über dem Programm – und das ist unglaublich vielfältig: Vom Gassenhauer bis zu den großen Gefühlen, vom vertrauten Musical-Hit bis zum flippigen Medley. Es ist ein großartiges Menü, was das Dübener Quintett da in der Kurstadt-Kirche auftischt.

Werbung fürs Landschaftstheater in Bad Düben

Das durchaus fachkundige Dübener Publikum hatte es geahnt: Viele kommen sehr zeitig, um einen guten Sichtplatz zu ergattern. Eine weise Voraussicht: Zum Konzertauftakt ist das imposante Gotteshaus fast so gut gefüllt wie sonst nur bei den Krippenspielen am Heiligabend. Die Gunst der Stunde nutzt denn auch Sängerin Henriette Lippold, um vor vollen Bankreihen für das anstehende Landschaftstheater zu werben: „Wir brauchen ihre Unterstützung dafür.“ Nicht so sehr als Schauspieler, aber dafür sehr gern als Geldgeber. „Auf die große Reise“ soll es diesmal Ende August gehen – zum dritten Mal startet das große Theaterprojekt mit ganz vielen Dübenern und für die ganze Stadt.

Kantor Britze verblüfft als Bänkelsänger

Zunächst aber kappen Anima die Leinen und steuern das Dübener Kirchenschiff auf eine rasante Reise. Immer auf Kurs: Große Kunst, gefühlsstarke Songs. „Sag ja“ heißt es lebensbejahend. Oder „Leg deine Sorgen nieder“. Sehr gern an diesem Abend, der befreit von mancher Alltagslast. Und an dem vertraute Bilder ruhig über Bord geworfen werden können. Kantor Norbert Britze als leicht lallender Bänkelsänger? Bitteschön: Bei Ludwig Manfred Lommels „Mir ist schon alles ganz egal“ zeigt der Kirchenmusiker eine herrlich-neue Seite. Die man(n) anschließend auch gern an sich selbst entdecken möchte: „ Bei mir bis Du schön“ schmachten die vier Damen Stefanie und Dorothee Peschel, Daniela Peschel-Droske und Henriette Lippold beinahe glaubhaft mit laszivem Augenaufschlag. Herzlichen Dank! Auch dafür, dass Sängerin Henriette in ihrem Solo-Auftritt so berührend singt: „Und alles wonach ich mich sehne ... und kein einziges Wort“.

Karat-Klassiker im großen Chor

Das Schlusswort gehört dann wieder der ganzen Anima-Formation, die diesmal zusätzlich von Schlagzeuger Axel Pokrant verstärkt wird. Erst ein rasantes Medley, dann zwei Zugaben und eine Einladung – zum nächsten Konzert am 10. Juni mit gleichem Programm in der Dorfkirche Tornau. An diesem Abend aber geht Anima zunächst wieder in der Kurstadt vor Anker und stimmt den Karat-Klassiker an: „Über sieben Brücken musst Du gehen“. Alle singen mit – im beruhigenden Wissen, dass in Bad Düben eine Mulde-Brücke reicht, um Anima zu hören.

Von Olaf Majer

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