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Bad Düben Spaßfahrt zum MDR: Stadtrat Kühne verteidigt Streichung für Frauenverein
Region Bad Düben Spaßfahrt zum MDR: Stadtrat Kühne verteidigt Streichung für Frauenverein
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09:13 15.07.2016
Bad Dübens Frauenverein will für eine Fahrt zum MDR Geld von der Stadt. Quelle: LVZ
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Bad Düben

Der Frauenverein Elfriede Richter in Bad Düben sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Jetzt meldete sich Stadtrat Mike Kühne (CDU) zu Wort und verteidigt gegenüber der LVZ seinen Standpunkt, weshalb ein finanzieller Zuschuss für den Frauenverein nicht gerechtfertigt ist.

„Ich glaube, dass fast alle Vereine der Stadt Bad Düben und sicher auch der Frauenverein ehrenamtlich und im Interesse der Gemeinschaft unterwegs sind. Das macht Bad Düben so bunt und sorgt für ein attraktives Wohnumfeld“, teilte der Kommunalpolitiker mit, bittet aber gleichzeitig um Verständnis, dass die Verteilung der „knappen Mittel“ an Kinder, Jugendliche und Menschen mit Handicap oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgt. Außerdem seien Integrationsarbeit und Seniorenbetreuung bei der Ausschüttung der Vereinsgelder in Betracht gezogen worden.

Frauenverein soll Antrag überarbeiten

Kühne verweist auch darauf, dass die Informationsgrundlage für die Entscheidung den Stadträten „nur sehr knapp“ von der Verwaltung vorgelegt worden und von ihm im Vorfeld noch hinterfragt worden sei. Die Antragstellung des Frauenvereins hätte ihm nicht vorgelegen. Kühne betont deshalb, dass der Frauenverein „einen gegebenenfalls überarbeiteten Antrag einreichen kann. Dieser wird im Ausschuss beraten und entschieden“. Er hält jedenfalls die im Ausschuss getroffene Entscheidung „für richtig und verantwortungsbewusst“, und würde sich freuen, „wenn es zustimmende oder auch kritische Meinungen dazu gibt“.

Vorsitzende des Vereins wehrt sich gegen Geldstreichung

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses hatten sich Anfang Juli auf Betreiben von Stadtrat Kühne darauf verständigt, dem Frauenverein als einzigem von acht Vereinen in Bad Düben keinen finanziellen Zuschuss in Höhe von 400 Euro für eine Fahrt zum MDR und ins Panometer nach Leipzig zu gewähren.

Kühne hatte die Bildungsfahrt als „Spaßfahrt“ moniert, wogegen sich die Vorsitzende des Vereins Petra Petersohn wehrte und auf kulinarische Weltreisen mit Flüchtlingen und Migranten und das Engagement für das Kinderheim in Biesen verwies. Zudem habe der Verein eine soziale Bedeutung. Für viele Frauen seien der soziale Zusammenhalt und das kommunikative Miteinander wichtig, so Petersohn.

Von Ilka Fischer

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