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Stadt Bad Düben will Abfallbehälter umrüsten

Stadt Bad Düben will Abfallbehälter umrüsten

Bad Düben. Die Diskussion um die Abfallbehälter in der Innenstadt von Bad Düben reißt nicht ab. Weil die illegal und in steter Regelmäßigkeit mit Hausmüll "gefüttert" werden, sind Anlieger sauer.

Die Verursacher sind unbekannt. Jetzt will die Stadt reagieren - angedacht ist, die Müllbehälter umzurüsten.

Einigen Dübenern stinkt es immer noch gewaltig zum Himmel, was andere Dübener fast schon unbekümmert tagtäglich so abliefern - an Hausmüll, der in öffentlichen Papierkörben landet. Hauptzielpunkt bis jetzt: ein Abfallbehälter vor der Gaststätte "Weltenbummler" am Paradeplatz. Der ist dann übervoll, teilweise riecht es dort unangenehm - kein schönes Aushängeschild für eine Kurstadt.

Das weiß auch Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und geht jetzt in die Offensive. Schließlich liegen ihr die Händler schon seit Langem im Ohr - gewiss berechtigt. Sie fordern, dass die Stadtverwaltung endlich handelt, dass sie die Müll-Verursacher ausfindig macht und bestraft. Schließlich entsorgen die ihren Hausmüll auf Kosten der Steuerzahler. Und jeder weiß, wie teuer eine Mülltonne ist - elf Euro kassiert der Landkreis Nordsachsen pro Entsorgung, was sich die dreisten Müllverursacher offenbar sparen wollen und das ganze auf die Allgemeinheit abwälzen.

"Uns ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die Verursacher ausfindig zu machen", sagte Bürgermeisterin Münster und bittet auch um Hinweise aus der Bevölkerung. "Das geht nur über eine offizielle Anzeige und kann dann richtig teuer werden - bis zu 50 000 Euro."

Aus der Händlerschaft kommt indes der Vorschlag, die Beton-Müllkübel mit Plastik-Einfassung abzuschaffen und diese mit den schmalen Müll-Säulen, wie sie vereinzelt schon am Paradeplatz zu finden sind, zu ersetzen. Dann hätten es "Müllsünder" schwerer, ihren Unrat loszuwerden, weil die Öffnung zu klein ist für große Mülltüten.

"Das Problem ist in Bad Düben allgegenwärtig", sagt Annett Mazanec, Chefin des Gewerbevereins. Erst neulich habe jemand im Abfallbehälter vor ihrem Geschäft eine "riesigen grünen Müllsack" entsorgt. "Im zweiten Papierkorb der Kirchstraße befindet sich regelmäßig, meist Samstagmorgen, eine Tüte mit Hausmüll. Es ist uns bis jetzt nicht gelungen, den Verursacher mal auf frischer Tat zu ertappen. Es kann aber auch nicht die Aufgabe der Anwohner sein, sich allein um das Problem zu kümmern." Der Gewerbeverein habe das Thema bei der Stadtverwaltung angesprochen, "aber die Entsorger scheinen sich sicher zu fühlen. Ich denke, hier muss man ernsthaft ermitteln und es helfen nur Bußgelder. Wenn die Abfallbehälter durch den privaten Hausmüll öfter entleert werden müssen, kostet das unser aller Geld. Für das Stadtbild ist es negativ."

Bürgermeisterin Münster sagte, dass die Stadt jetzt alle alten Müll-Behältnisse "so nach und nach umrüsten" wolle. Ob dies die Lösung des Problems sei, hält sie andererseits für fraglich. "Aus meinen Erfahrungen heraus schmeißen die Leute dann ihren Hausmüll woanders hin. Das erleben wir gerade in der Hammermühle." Dort gibt es Stellen, wo regelmäßig Abfall landet. Auf jeden Fall sei die Stadtverwaltung alarmiert und nehme das Problem ernst, so die Bürgermeisterin weiter. "Stadt und Polizei liegen auf der Lauer. Mehr können wir nicht tun. Und an die Bürger appellieren, uns Hinweise auf die Verursacher zu geben." Oder noch besser: Die kommen selbst zu der Einsicht, dass das, was sie machen, nicht rechtens ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2013

Nico Fliegner

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