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Bad Düben Stadt Bad Düben will bis Ende 2018 rund zehn Millionen Euro investieren
Region Bad Düben Stadt Bad Düben will bis Ende 2018 rund zehn Millionen Euro investieren
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07:00 06.05.2017
x Quelle: Infu GmbH
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Bad Düben

Seit Wochen laufen bei Bad Dübens Kämmerer Sylvio Grahle Zahlen über Zahlen auf. Sie werden in ein 1000-seitiges Mammutwerk zusammengefasst und voraussichtlich am 11. Mai vom Bad Dübener Stadtrat als Doppelhaushalt 2017/2018 beschlossen. Das Positive daran: Bad Düben wird 2017 und 2018 insgesamt 9,25 Millionen Euro investieren können. Immerhin 7,2 Millionen Euro davon hat die Kurstadt aus Fördermitteln eingeplant. Hinzu kommen Investitionen, wie beispielsweise 720 000 Euro am Burgberg oder gar eine Million Euro für die Obermühle, die eigentlich schon im Vorjahr geplant waren.

Fördermittel weitgehend sicher

Was wird konkret passieren?

Viel Geld könnte mit 1,4 Millionen Euro in den Abriss der alten Wohnblöcke in der Durchwehnaer Straße fließen. Könnte, weil die Stadt dafür noch auf eine 90-prozentige Förderung wartet. Nur mit dieser kann der Abriss tatsächlich angegangen werden.

Förderungen von in der Regel 66 bis 90 Prozent sind dagegen bei allen anderen hier aufgeführten Projekten sicher.

Ins NaturSportBad fließt in den nächsten beiden Jahren das meiste Geld

Das meiste Geld fließt in das NaturSportBad, das für 2,5 Millionen Euro bis 2018 Wirklichkeit werden soll. 900 000 Euro davon sollen in diesem Jahr ausgegeben werden. Mit dem drei Millionen Euro teuren Hortneubau wird ein weiteres Großprojekt angeschoben. Für das bis 2019 zu realisierende Projekt werden in diesem Jahr 330 000 Euro für die Planung zur Verfügung gestellt. In die Obermühle fließen 2017 neben der Emächtigungsmillion weitere 300 000 Euro.

Ausbau der Infrastruktur

Außerdem geplant: Fahrstuhl Oberschule (Gesamtinvestition: 300 000 Euro), nördlicher Gehweg Schmiedeberger Straße (225 000 Euro), Ausbau des Kurstadtweges (203 000 Euro), barrierefreie Verfugungen und Querungshilfen auf dem Marktplatz (60 000 Euro), barrierefreie Bushaltestellen am Freibad (80 000 Euro) und Ausbau der Straße Mühlläufer (127 000 Euro), Außerdem stehen für die Planung eines Fahrstuhls am Rathaus 18 000 Euro für die insgesamt auf 250 000 Euro geschätzte Maßnahme im Plan.

Erstmals wieder ein neuer Kredit

So weit das Positive. Das Negative gibt es aber auch. Um alle geplanten Investitionen realisieren zu können, muss die Stadt 2017 erstmals wieder seit fünf Jahren neue Kredite aufnehmen. Der Schuldenstand der Kurstadt wird damit bis Ende 2017 letztendlich um eine weitere Million Euro auf insgesamt 9,1 Millionen Euro klettern. Der sächsische Richtwert der Pro-Kopf-Verschuldung von 850 Euro pro Einwohner wird Ende des Jahres mit 1148 Euro klar überschritten, auch danach sinkt er nur leicht. „Vorm ursprünglichen Ziel“, so Sylvio Grahle, „bis 2020 den Richtwert zu schaffen, ist Bad Düben derzeit jedenfalls ein ganzes Stück entfernt. Die Erträge im Ergebnishaushalt decken die Aufwendungen nicht“, heißt es dazu im schlichten Kämmererdeutsch weiter. Unterm Strich steht hier ein dickes Minus von 675 000 Euro. Im Umkehrschluss heißt das, die Stadt kann die bereits buchhalterisch erfasste Abschreibung in Höhe von jährlich knapp eine Million Euro nicht erwirtschaften. „Die Kriterien der Übergangsregelung“, so Sylvio Grahle, „erfüllt Bad Düben aber.“ Er geht daher davon aus, dass der Hauhalt genehmigungsfähig ist.

Von Ilka Fischer

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