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Stiftung Warentest ignoriert Bad Düben bei der Kurtaxe

Bei Städtevergleich außen vor Stiftung Warentest ignoriert Bad Düben bei der Kurtaxe

Die Stiftung Warentest hat bei ihrem jüngsten bundesweiten Vergleich der Kurtaxen Bad Düben links liegen gelassen. Dabei spült die Gebühr ganz erhebliche Summen in die Stadtkassen.

Derzeit nimmt Bad Düben rund 65 000 Euro Kurtaxe pro Jahr ein. Ein guter Teil davon kommt von Gästen, die im Heide Spa übernachten.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. Die Kurtaxe stand im Mittelpunkt eines Testes, den die Stiftung Warentest unlängst in 111 Kurorten erhoben hat. Bad Düben war unter den über 350 in Frage kommenden Orten nicht dabei. „Das hat jedoch nichts damit zu tun, welcher Ort schön ist oder nicht“, erklärt Anja Hardeberg, Redakteurin bei der Stiftung Warentest auf Nachfrage der LVZ.

Vielmehr habe man die bundesweiten Übernachtungszahlen zunächst auf die Länder runtergebrochen. „Sachsen konnte danach nur mit zwei Orten berücksichtigt worden.“ Und hier hatten Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis – dieser zählt laut Angaben des statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen rund 1,76 Millionen Übernachtungen im Jahr – und Bad Elster im Vogtlandkreis (1,32 Millionen Übernachtungen) gegenüber Bad Düben einen klaren Vorteil. Denn Nordsachsen verzeichnet bei dieser Statistik nur 755 000 Übernachtungen pro Jahr.

Kostenfaktor Kurtaxe

Eine wichtige Schlussfolgerung aus der Erhebung der Stiftung Warentest gilt aber dennoch. Danach macht es für Touristen durchaus Sinn, auf den Kostenfaktor Kurtaxe zu schauen. So kostet ein zweiwöchiger Urlaub für Eltern mit zwei Kindern und Hund auf der Nordseeinsel Juist schnell mal 182 Euro extra. Da kann es sich lohnen, mal statt auf das Meer einen näheren Blick auf die Heide zu werfen.

Sachsenweit gesehen liegt Bad Düben weit hinter dem von der Stiftung Warentest untersuchten Bad Elster, das 2,20 Euro pro Übernachtung bei Erwachsenen kassiert, und Oberwiesenthal, wo die Kurtaxe immerhin mit 1,90 Euro zu Buche schlägt. Dabei handelt es sich allerdings um die Spitzenreiter in Sachsen. Bad Düben bewegt sich mit den 1,50 Euro (vom 1. November bis 31. März nur 1,20 Euro) jedenfalls in guter sächsischer Gesellschaft. So erhebt Bad Lausick ebenfalls 1,50 Euro, Bad Muskau 1,25 Euro.

3,50 Euro bundesweit die Schmerzgrenze

Dass derzeit auch beliebte Ferienziele bei 3,50 Euro eine Schmerzgrenze sehen, zeigte die Untersuchung der Stiftung Warentest. 3,50 Euro werden derzeit in Baden-Baden in Baden-Württemberg, in Bad Kissingen in Bayern und in Borkum, Juist und Langeoog (alle drei ostfriesische Nordseeinseln in Niedersachsen) fällig. Aus Niedersachsen kommt aber auch der Spitzenreiter in der anderen Richtung: Bispingen verzichtet wie Bernkastel-Kues in Rheinland-Pfalz als einzige der 111 untersuchten Orte ganz auf diese Einnahme.

Bad Düben nimmt jährlich über 60 000 Euro ein

Bad Düben hat diese Gebühr, die sie 1999 unmittelbar nach der Anerkennung als staatlich anerkanntes Moorheilbad einführte, seit 2005 nicht mehr erhöht. Trotzdem spült sie der Stadt, die inzwischen stabile Übernachtungszahlen jenseits der 40 000 verzeichnet, nicht unerheblich Geld in die Kasse. 2014 konnten so beispielsweise 61 750 Euro, im Vorjahr dann sogar 65 750 Euro eingenommen werden. Reich wird die Stadt damit aber trotzdem nicht. Denn die Stadt hat jährlich über 300 000 Euro Kosten für sogenannte tourismusrelevante Einrichtungen, Anlagen und Veranstaltungen. Dazu gehören der Betriebskostenzuschuss für das Heide Spa mit 115 000 Euro, aber auch die Unterhaltung der Parkanlagen sowie die Touristinformation.

Von Ilka Fischer

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