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Bad Düben Stolz und viele gute Wünsche
Region Bad Düben Stolz und viele gute Wünsche
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17:10 19.05.2015
Heiko Wittig, Vorsitzender des nordsächsischen Schul- und Kulturausschusses, gratuliert Anne Fiedler mit einer Rose zur Jugendweihe. Quelle: Steffen Brost

Die Veranstaltung war zugleich auch der Auftakt der diesjährigen Jugendweihe-feiern im Altkreis Delitzsch.

Insgesamt rund 660 Achtklässler haben sich im Altkreis Delitzsch für die Jugendweihe 2013 entschieden. In Bad Düben sei es bei der Stellprobe vor wenigen Tagen noch recht "rüpelhaft" zugegangen. "Jetzt, in festlicher Kleidung, ist das schon anderes. Die Jugendweihlinge spüren, dass sich heute alles um sie dreht", zeigte sich am Sonnabend Marcel Lehmann, Regionalkoordinator des sächsischen Verbandes für Jugendarbeit und Jugendweihe, gelassen. Viele Angebote hatte der Verband den Mädchen und Jungen unterbreitet, um sie auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt zu begleiten. Bewerbungstraining, Besuche in der Oper und in der LVZ-Druckerei, Exkursion ins ehemalige KZ Buchenwald, Kniggekurs oder Stylen und Schminken verdeutlichen die Breite.

Lisa Szymanski wird mit dem Verband im Herbst nach Paris fahren. "Ich bin nicht aufgeregt", sagte sie vor der Feier, von der sie hoffte, etwas für den neuen Lebensabschnitt mitnehmen zu können. Max Schmidt sah es ähnlich. "Ich erwarte, dass wir nun auch als Jugendliche respektiert werden." Viel aufgeregter als die Hauptakteure waren wohl die Eltern, wie Andrea Schmidt, die Mutter von Max, bestätigte und auf ihr Taschentuch mit der Aufschrift "für Freudentränen" zeigte. Für ihren Sohn wünscht sie sich vor allem, dass sich sein Berufswunsch Rettungssanitäter erfüllt.

Andrea Schmidt gehörte zu jenen Eltern, die die Feier in Heide Spa mit vorbereitet hatten. Ihnen dankte Heiko Wittig (SPD), Vorsitzender des nordsächsischen Schul- und Kulturausschusses, in seinem Grußwort besonders, weil sie mit dem Verband die humanitäre Tradition der Jugendweihe im Landkreis fortführen würden.

Festrednerin Edith Scheeren (FW) legte den Jugendlichen vor allem einige Lebensweisheiten ans Herz. "Findet die richtigen Freunde, macht ordentliche Abschlüsse, pflegt das Vertrauen zu euren Eltern und baut vor allem keinen Mist", sagte Bad Dübens stellvertretende Bürgermeisterin. Und an die Eltern gerichtet: "Lasst die Kinder laufen, aber setzt Grenzen."

Das wollen Kristin und Steffen Hübner, die Eltern von Chris aus Hohenprießnitz, beherzigen. "Wir werden ihn nicht ins kalte Wasser schmeißen.Hauptsache er bleibt ein netter, nun großer Junge", waren sich seine Eltern einig. "Er wird seinen Weg finden", bekräftigte die Mutter.

Auch Sandra Lingner aus Wellaune war stolz auf ihren Tim. Gemeinsam mit Sophie König dankte er im Namen der 14- und 15-Jährigen den Eltern, Lehrern und Veranstaltern. "Ich finde es gut, dass ich einen Lebensabschnitt geschafft habe", freute sich Tim nicht nur auf das nun Kommende, sondern auch über ein gelungenes Programm. "Es war gut auf die Jugend zu geschnitten und richtig peppig", lobte auch Sandra Lingner die Feierstunde.

Die Band Drei(st) regte mit Songs in deutscher Sprache zum Nachdenken an, und die Tanzgruppen aus Eilenburg sorgten für eine kurzweilige Feier, in der Axel, Eric, Mike mit ihrer Tanzparodie einen gelungenen Schlusspunkt setzten und die Jugendweihlinge vom offiziellen in den geselligen Teil dieses Tages entließen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2013

Thomas Steingen

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