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Strand-Feeling auf der Hammermühle: Büro stellt Umbau-Pläne für Dübener Freibad vor

NaturSportbad Strand-Feeling auf der Hammermühle: Büro stellt Umbau-Pläne für Dübener Freibad vor

Langsam aber sicher wird es ernst: Unmittelbar nach der nächsten Bade-Saison soll der Umbau des Freibades im Bad Dübener Ortsteil Hammermühle zu einem NaturSportBad starten. Im Stadtrat wurden jetzt die Pläne vorgestellt. So sehen sie aus.

So könnte das neugestaltete Bad einmal aussehen.

Quelle: Ingenieurgesellschaft für Umweltplanung mbH

Bad Düben. Wie sieht das Freibad Hammermühle künftig aus? Mit Spannung erwarteten die Bad Dübener am Donnerstag die Ausführungen von Karl-Heinz Winter und Werner Schierl von der Ingenieurgesellschaft für Umweltplanung mbH (Infu), die vor dem Stadtrat einen ersten Entwurf präsentierten und nun auch den Zuschlag für die Generalplanung erhielten. In zwei Wochen sprechen Büro und Stadt über Details. Die inhaltliche Ausrichtung wird in einem Konzept festgehalten. Die künftige Betreibung muss öffentlich ausgeschrieben werden.

Das Vorhaben: Das sanierungsbedürftige Freibad soll zum Jugendintegrationscamp im NaturSportBad Dübener Heide umgebaut werden. 2,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung. 90 Prozent kommen aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Düben überzeugte mit dem Konzept der ganzheitlichen Umgestaltung in ein ökologisches und barrierefreies Bad. Die chemische soll mittels eines schilfbepflanzten Bodenfilters auf biologische Wasseraufbereitung umgestellt werden. Ausschlaggebend für die Wasserqualität ist das terrestrische System des Bodenkörpers.

Die Planer: Ein Gremium bewertete vor einigen Tagen die Ergebnisse der europaweit ausgeschriebenen Planung und wählte das Projekt der Infu GmbH aus. Das Unternehmen aus dem hessischen Neu-Eichenberg hat sich auf Freibäder spezialisiert, in denen das Wasser biologisch gereinigt wird. Es kann auf zehn Referenzobjekte verweisen, so in Göttingen, Immenreuth und Mühlheim an der Ruhr.

Das Bad: Die Wasserfläche wird auf 1500 Quadratmeter verkleinert, wirkt aber inklusive Strand und Wiese größer, weil der Wasserspiegel angehoben wird. Über eine mit Sand aufgeschüttete Fläche gelangt man zunächst in ein Areal, das etwa 1,35 Meter tief ist und drei 25-Meter-Bahnen hat. Dann folgt der Tiefwasserbereich, der aufgeteilt ist in 1,50 Meter und 1,80 Meter Tiefe. Mit einem extra angelegten Planschbecken für die Kleinsten, aufblasbaren Kletterattraktionen und abgegrenzten Bahnen für Schwimmer wird allen Altersgruppen Rechnung getragen. Ein weiteres Highlight könnte eine 15 Meter breite Breitwellenrutsche werden, von der man in ein extra Auslauf-Becken gelangt. Von einem Sprungturm rät das Büro ab. Allein für ein Ein-Meter-Brett müssten 3,80 Tiefe vorhanden sein.

Das Umfeld: Der bisherige Ein- wird zum Ausgang, wechselt vom Osten westwärts. Die Beachvolleyball-Felder werden verlagert. Das Camp nebst Outdoorküche soll im westlichen Bereich, also abgewandt der Wohnbebauung entstehen. Übernachtungsmöglichkeiten bieten fünf kleine Fasshütten oder Zelte. Dauercamping soll es nicht geben. Sanitäranlagen gibt es in einem Neubau für das gesamte Bad.

Die erste Resonanz: Sie war durchweg positiv. Stadtrat Mike Kühne (CDU) hofft, dass bei der Gestaltung viel auf Holz gesetzt wird, damit der Naturbad-Charakter gewahrt wird. Anregungen von Uwe Kulawinski (FWG) zum Sponsoring durch Firmen nahm Stefan Lange (SPD/Bürgerkreis) auf. Denkbar wäre, die Hälfte über Crowdfunding, der Spenden-Beteiligung übers Internet, zu finanzieren: „Es ist ein Bad für die Bad Dübener, das vor allem auch von ihnen genutzt wird.“ Michael Seidel (SPD) mahnte an, die Thematik Camping und die dazugehörige Nutzung von Sanitäranlagen und Kiosk auch bei niedrigeren Temperaturen großflächiger zu betrachten, „um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern“.

Von Kathrin Kabelitz

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