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Bad Düben Streit über neue Bushaltestelle in Gruna
Region Bad Düben Streit über neue Bushaltestelle in Gruna
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00:18 28.06.2017
Bürgermeister Lothar Schneider markiert, wie weit der Bus auf dem Dorfplatz ausschlägt. Am Ende steht fest: Es funktioniert nicht. Quelle: Ilka Fischer
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Gruna

Kommt sie oder kommt sie nicht? Derzeit kann das in Sachen barrierefreie Bushaltestelle in Gruna keiner sagen. Fest steht: Direkt vor dem Bürgerhaus, dort, wo für eine solche bereits ausgekoffert wurde, wird sie nicht gebaut.

Kirchenland und Flächentausch

Es handelt sich dabei um Kirchenland, das der Förderverein Gruna in Erbpacht hat. Das hatte aber bei der Bauanlaufberatung, bei der die Bushaltestelle kurzfristig aufgrund der sonst nicht einzuhaltenden Parameter um etliche Meter zum Bürgerhaus hin verschoben wurde, keiner auf den Schirm. Dass dieser Fakt untergegangen sei, hatte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) öffentlich zugegeben. Er äußerte damals aber zugleich die Hoffnung, dass ein Flächentausch mit dem Gemeindeland gleich nebenan möglich sei. Jetzt steht fest, daraus wird nichts.

Mitglieder des Fördervereins Grunas wollen das nicht. Ihre Beweggründe: Mit dem barrierefreien, also erhöhten Bussteig, fällt die direkte Zufahrt zum Parkplatz am Bürgerhaus weg. Er könnte damit gerade bei Veranstaltungen nicht mehr genutzt werden, da bei der dann verbleibenden einzigen Zufahrt über die Veranstaltungsfläche gefahren werden müsste.

Wo geht es sonst noch?

Doch wo kann der Bus ansonsten auf 18 Meter Länge parallel zur Kante halten? Busfahrer Dietmar Dunkel von der RVB GmbH Eilenburg rollte dieser Tage extra mit einem Probebus an. Unter den wachsamen Augen von Christian Austel, Verkehrsplaner und stellvertretender Betriebsleiter des Busunternehmens, sowie Bürgermeister, Bauleuten und Grunaern wurde versucht, eine andere Stelle auf dem angrenzenden Dorfplatz zu finden. Doch der erfahrene Busfahrer Dietmar Dunkel musste am Ende feststellen: „Ohne Rücksetzen, was ich wiederum nur mit Einsweiser darf, geht es einfach nicht.“ Wohin kann die Bushaltestelle also noch? Die letzte Möglichkeit: 200 Meter die Dorfstraße Richtung Staatsstraße hinauf.

Fördermittelrückgabe möglich

Christian Austel stellt wenig später fest: „Prinzipiell geht das.“ Der Dorfplatz würde dann lediglich als Wendehammer dienen, der Bus aber künftig in der Dorfstraße halten. Das Land dort gehört der Kommune. Trotzdem, sicher ist nichts. Denn Bürgermeister Schneider will zunächst das Gespräch mit den dort wohnenden Grunaern suchen. Was passiert, wenn diese nicht einverstanden sind? „Dann bleibt alles, wie es ist, und wir geben die Fördermittel zurück“, so Schneider.

Von Ilka Fischer

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