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Stromverbrauch: Bad Düben will bis zu 30 Prozent Kosten sparen

Städtische Gebäude Stromverbrauch: Bad Düben will bis zu 30 Prozent Kosten sparen

Bad Dübens Energiemanager Tobias Loepert hat den kommunalen Stromfressern den Kampf angesagt. Die Stadt will bis zu 30 Prozent der Energiekosten künftig sparen. Moderne Messtechnik hilft.

Energietechniker Markus Krisch (links) und Energiemanager Tobias Loepert kontrollieren die Einstellung der Gasheizung im Bad Dübener Rathaus.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Energiemanager? Was ist denn das? Im Bad Dübener Rathaus jedenfalls schon lange kein Fremdwort mehr. Mitarbeiter Tobias Loepert aus dem Sachgebiet innere Verwaltung und Gebäudemanagement ist der Energiemanager im Rathaus. Ihm zur Seite steht Energietechniker Markus Krisch aus dem Bauamt. Beide sind seit zwei Jahren dem Einsparpotenzial bei städtischen Gebäuden auf der Spur.

Träger des europäischen Energiepreises

„Das Energiemanagement soll helfen, Stromfressern auf die Spur zu kommen. Datenerfassung und Kontrolle von Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch zählen ebenso dazu wie die Organisation von Schulungen für die Mitarbeiter im öffentlichen Bereich“, so Krisch. Seit zwei Jahren läuft in Bad Düben das Projekt „Energieeffizienz-Netzwerk sächsischer Kommunen“ mit der Sächsischen Energie Agentur (Saena). Die Kurstadt ist zudem seit 2005 Inhaber des europäischen Energiepreises. Das ist ein Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Kommunen. Seitdem wurde im Rhythmus von vier Jahren dieser Preis immer wieder erfolgreich verteidigt.

Das Projekt läuft noch bis 2018. Konkret geht es in der Kurstadt um die Oberschule, das Rathaus, Feuerwehrgerätehaus, die Kindertagesstätte „Märchenland“ und die Sporthalle Kirchstraße. Anhand dieser fünf Objekte sollen Einsparpotenziale ermittelt werden. Seit dem Beginn vor zwei Jahren haben Krisch und Loepert den Ist-Zustand an den Gebäuden ermittelt, Verbrauchsdaten gesammelt und miteinander verglichen. „Das ging alles sehr zügig. Mittlerweile haben wir bei allen genannten Objekten in den vergangenen Monaten verschiedene Messtechnik eingesetzt, die uns weiter Auskünfte über Steuerungen und Reglungen der Anlagen geben konnte. Anhand dieser Werte konnten überall neue Einstellungen, beispielsweise bei der Taktung von Heizzeiten, optimiert werden. Schlussendlich führten diese Maßnahmen zu der erhofften Verbrauchsreduzierung und einer Kosteneinsparung“, so Krisch weiter.

Stadt will Messtechnik anschaffen

Ziel ist es bei diesen Maßnahmen, zwischen zehn und 30 Prozent der bisherigen Kosten einzusparen. Optional denkt das Rathaus an die Anschaffung dieser Messtechnik nach, die bisher nur leihweise von der Saena genutzt wird. Durch die Anschaffung könnten unabhängig auch in Zukunft zu verschiedenen Jahreszeiten Messungen an städtischen Objekten vorgenommen werden, um weiteres Einsparpotenzial aufzudecken. „Wir kennen mittlerweile durch unsere zahlreichen Untersuchungen viele Defizite, die wir jetzt Schritt für Schritt abstellen wollen. Auch die jährlichen Energieberichte sind Grundlage dafür, in Zukunft Geld einsparen zu können“, so Krisch.

Von Steffen Brost

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