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Stunde großer Dankbarkeit - Gruna gedenkt den Ereignissen um die Jahrhundertflut 2002

Stunde großer Dankbarkeit - Gruna gedenkt den Ereignissen um die Jahrhundertflut 2002

In einem Festgottesdienst in der Radfahrerkirche in Gruna, an dem am Sonntagnachmittag etwa 150 Menschen aus dem Dorf und der Region teilnahmen, ist an die Hochwasserkatastrophe vor zehn Jahren erinnert worden.

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Blick von einer der Emporen in die kleine Kirche in Gruna. Viele Menschen nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Quelle: Nico Fliegner

Gruna. Das kleine Muldedorf ging damals in den Fluten unter, hatte aber große Solidarität erfahren. 

So nach und nach füllt sich das Gotteshaus, das direkt an der Mulde liegt, an jenem Fluss, der 2002 über die Ufer trat und das Hab und Gut der Menschen vernichtete. Am Ende reichen die Plätze in der Kirche nicht, Vertreter der Gemeinde verweisen auf die Emporen, schaffen zusätzliche Bänke herbei.

Vielen Einwohnern ist es am Sonntag, an diesem sonnigen Sommertag, ein Bedürfnis, an die Ereignisse 2002 zu erinnern. An das Leid und die große Hilfe, die ihnen wiederfahren ist. Die Menschen hätten „Mut und Kraft aufgebracht, ihr Dorf wieder aufzubauen", sagt Laußigs Ortsvorsteher Dietmar Schübel zu Beginn. Den Einwohnern zollt er „Respekt und Anerkennung", den vielen Helfern Dank.

Und so steht der von Pfarrerin Edelgard Richter gestaltete Gottesdienst auch ganz im Zeichen großer Dankbarkeit. Es gehe darum, „Danke zu sagen. Danke für all das, was geworden ist. Wir wollen mit diesem Gottesdienst besonders nach vorne schauen und darüber nachdenken, wem alles Dank gebührt", so die Pfarrerin. „Wir als Christen wissen, dass wir Mut und Kraft nur aufbringen können, wenn wir die Kraft auch von unserem Gott erhalten."

Mit Liedern und Gebeten danken die Menschen „dem himmlischen Vater". „Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat. Seele vergiss es nicht. Amen." Am Ende des Gottesdienstes werden die Bilder der Katastrophe und das Ausmaß für Gruna auf einer Leinwand gezeigt. Einwohner kommen zu Wort, wie der Laußiger Gemeindewehrleiter Werner Bochmann, der damals selbst betroffen und unermüdlich im Einsatz war. „Viele persönliche Dinge, die uns sehr am Herzen liegen, sind verloren gegangen und nicht wieder herbeizuschaffen", erzählt er. Die Hilfe aus den umliegenden Gemeinden, aus Sachsen und ganz Deutschland sei „sehr großzügig" gewesen. Gruna sei „reichlich mit Spenden bedacht" worden. Mit der Feuerwehr in Schönau gebe es mittlerweile freundschaftliche Bande; die Kameraden packten damals im Dorf mit an.

Anpacken, aufräumen, Mut zum Neuanfang, den Glauben und die Hoffnung nicht verlieren – für all das steht Gruna. Die Gottesdienstbesucher sind in Gedanken vertieft, verfolgen die Bilder. Danach kommen sie vor ihrer Kirche zusammen, sitzen oder stehen und erzählen von damals und heute. Jeder hat seine eigene Geschichte.

Nico Fliegner

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