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Bad Düben Sturm bläst Dutzende Bäume um
Region Bad Düben Sturm bläst Dutzende Bäume um
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17:56 24.06.2011
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. Besonders betroffen war der waldreiche Stadtteil Hammermühle und der Kurpark.

„Die Arbeiten werden sich noch bis in die nächste Woche hinziehen", sagte am Freitag Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Der Wind habe „einiges im Stadtgebiet" beschädigt. Betroffen sind sowohl private Grundstücksbesitzer als auch die Stadt als Flächeneigentümerin. So seien von einem Grundstück der Kommune im Stadtteil Hammermühle mehrere Bäume auf ein bewohntes Nachbargrundstück gefallen und müssten beseitigt werden. Ebenfalls auf der Hammermühle krachte von einem Privatgrundstück in der Lange Straße eine tonnenschwere Kiefer auf ein Einfamilienhaus und schlug ins Dachgeschoss ein. Dabei kam die Drehleiter der Eilenburger Feuerwehr zum Einsatz, die ein besseres Herankommen ermöglichte. Kameraden trennten dann den Stamm und die Äste des Baumes ab. Später kam noch ein Kran der Bad Dübener Bau- und Haustechnik zum Einsatz, um den bedrohlich schief stehenden Stamm vom Haus zu entfernen. „Bis ein Uhr waren die Kameraden allein hier vor Ort", erzählte Tobias Volkmann von der Feuerwehr Bad Düben. Über 25 Einsätze mussten gefahren werden. Fünf Fahrzeuge mit 17 Kameraden aus Bad Düben sowie 15 Kräfte aus Schnaditz, Tiefensee und Eilenburg kamen in der Kurstadt zum Einsatz. Ein Baum schlug zudem in eine Garage in der Wittenberger Straße ein und ein weiterer beschädigte einen Bungalow in der Waldsiedlung bei Wellaune. Zahlreiche Äste lagen auf den Straßen der Stadt. Am Freibad Hammermühle blockierten mehrere umgekippte Bäume die Zufahrt. „Eine Baumkrone hat Teile unseres Pavillon zerstört. Ansonsten sind wir recht glimpflich davongekommen. Lediglich die Schwimmbecken müssen intensiv von Ästen und Laub befreit werden", sagte Freibadchef Andreas Glewe.

Am Donnerstag und Freitag waren die Bad Dübener Bauhofmitarbeiter im Dauereinsatz. Vier Gruppen hatten sich im Stadtgebiet verteilt und räumten Äste und Laub zur Seite. Etwas länger dauerte der Einsatz in der Durchwehnaer Straße. Hier kippte eine große Pappel um und versperrte die Zufahrt zum Reiterhof. Bauhofmitarbeiter Fritz Böhlmann sorgte mit seinen Leuten für eine passierbare Straße. „Die Hauptarbeiten waren das Freiräumen der Wege in der Stadt. Wir haben Unmengen an Ästen und Baumstämmen beiseite geräumt. Später kommt das Holz bei uns auf den Hof und wird geschreddert", sagte Bauhof-Mitarbeiterin Elke Fehre. Des Weiteren muss eine Kastanie an der S 11 in Tiefensee gefällt werden. Schäden gab es auch in der Nähe des Profiroll-Geländes und Am Lauch. Für einige Stunden war am Mittwochabend sogar der Strom ausgefallen. In der Blücherstraße war eine Tanne auf eine Leitung gefallen und riss diese entzwei.

„Alles in allem ist Bad Düben nocheinmal mit einem blauen Auge davongekommen", schätzte Gabriele Leibnitz vom Ordnungsamt ein. Allerdings habe der Sturm, so Bauamtsleiterin Dietzsch, Folgekosten für die Stadt, deren Höhe noch nicht beziffert ist. Denn neben dem Bauhof mussten Fremdfirmen beauftragt werden, um den Windbruch zu beräumen. Im Haushalt werden die Kosten unter überplanmäßige Ausgaben auftauchen.

Nico Fliegner / Steffen Brost

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