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Bad Düben TV-Star Ursula Karusseit kommt zu den "Lebenswegen"
Region Bad Düben TV-Star Ursula Karusseit kommt zu den "Lebenswegen"
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14:48 22.07.2010
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Doch erstmals zu dem Mann, der am 15. Juni in der Dübener Stadtkirche Erhard Rutz eigentlich schon Rede und Antwort stehen wollte. Doch dann überschlugen sich bekanntermaßen die Ereignisse. Gauck wurde als Bundespräsident nominiert und gab sich bei der Kampfabstimmung Ende Juni erst im dritten Wahlgang gegen Christian Wulff geschlagen. „Er will unbedingt kommen", hat Erhard Rutz vom zuständigen Buchverlag erfahren. Und darauf hofft er wie viele andere Dübener jetzt auch.

Von Ursula Karusseit hat er sie längst. Wo immer sie spielt, auf der Bühne als Mutter Courage in Brechts gleichnamigem Stück oder vor der Kamera als Charlotte Gauss in der TV-Serie „In aller Freundschaft" – sie hat auf Anhieb die Sympathie und Zuneigung des Publikums. Damals wie heute ist sie eine der populärsten deutschen Schauspielerinnen, die auch mit 70 immer noch mit Liebe und Leidenschaft ihrem Beruf nachgeht, gerade jetzt wieder in der Dresdner Komödie mit dem Gaunerstück „Akt mit Lilie" von Peter Wekwerth.

Vor Kurzem ist ihre Autobiografie „Wege übers Land und durch die Zeiten" erschienen – ein Erinnerungsbuch, in dem sie sehr ehrlich, klar und genau über Erfolg und Niederlage, Sehnsucht und Träume in ihrem Schauspielerleben schreibt. Der Leser erfährt, wie sie den Weg in die großen Theater Berlins fand, warum sie für ihre Rolle als Gertrud Habersaat in „Wege übers Land" den Nationalpreis erhielt und aus welchem Grund die Reihe „In aller Freundschaft" mit 500 Folgen in zwölf Jahren zur beliebtesten und erfolgreichsten TV-Arztserie wurde.

Entstanden ist eine Charakterstudie mit ganz eigenem Ton, voller Wärme und Herzlichkeit. Keine von den üblichen Künstlerbiografien mit Peinlichkeiten und aufreizenden Indiskretionen, mit Klatsch, Krach und anderen Skandalen. Sie sagt mehr. Mit ihrem Buch bleibt sie nicht im Privaten, es wurzelt tief in ihrer Zeit und weist zugleich darüber hinaus, wenn sie beispielsweise über ihre Generation im neuen Jahrhundert nachdenkt oder wie Theater sein sollte, um zu zeigen, „was die Welt im Innersten zusammenhält".

Bei ihren Lesungen hat Ursula Karusseit jedes Mal den vollen Saal. Denn sie kann vorlesen, wie man es selten hört. Erstaunlich die Kraft und Wärme, die Variationsbreite ihrer Stimme – mal sanft und zärtlich, dann hart und kantig, dann wieder leicht und heiter. Man fühlt sich, als wäre man dabei, wenn sie sich auf den Weg zur gefürchteten und doch herbeigesehnten Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule macht, wenn sie nach der Wende von den Damen der westdeutschen Castingagenturen in TV-Filmen nicht mehr besetzt wird oder wenn sie es ablehnt, in Brecht-Stücken mitzuspielen, weil sie in dem „verhunzten Regietheater" kaum noch etwas von Brecht wiederfindet.

Am Donnerstag, dem 16. September, um 19.30 Uhr kommt Ursula Karusseit in die „Lebenswege"-Veranstaltung. Diesmal wegen der großen Nachfrage in der Gutsscheune Schwemsal (drei Kilometer von Bad Düben in Richtung Bitterfeld). Eintrittskarten zu acht Euro sind erhältlich in der Buchhandlung Lehmann Bad Düben, der Gutsscheune Schwemsal, dem Buchhaus Eilenburg sowie in der Bibliothek Delitzsch.

ka/ER

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