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Bad Düben Tafel will in Laußig Ausgabestelle schaffen
Region Bad Düben Tafel will in Laußig Ausgabestelle schaffen
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23:00 12.07.2011
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. Jetzt erklärt Tafel-Chefin Jutta Faak das Projekt für gescheitert. Grund: fehlende geeignete Räume in der Kurstadt. Dennoch gibt es positive Meldungen. Denn der Verein will sobald wie möglich eine Ausgabestelle im nahegelegenen Laußig eröffnen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

In der Gemeinde gäbe es mehr Möglichkeiten, eine passende Unterkunft zu finden, so Faak. Geeignet seien Räume, die etwa 100 Quadratmeter groß sind, Wasseranschluss und Toiletten müssten vorhanden sein. „Das Objekt sollte auch gut zu Fuß erreichbar sein". Offenbar steht derzeit das ehemalige Einkaufszentrum des Ortes hoch im Kurs, die Verhandlungen mit dem Vermieter laufen. Klappt alles, könnte nach den Sommerferien – also etwa im September – Eröffnung sein.

Bad Düben ist damit definitiv aus dem Rennen. Die Stadt und der Verein Delitzscher Tafel waren sich eigentlich seit Längerem einig, in der Kurstadt eine Ausgabestelle für Bedürftige eröffnen zu wollen. „Der Bedarf ist auch da", hatten Faak und Verwaltung festgestellt. Allerdings erwies sich das Problem Objektsuche als unlösbar. Größenvorstellungen, Gegebenheiten und Miet-

zahlungsvorstellungen stimmten nicht überein. Vorteil einer Tafel-Ausgabestelle vor Ort wären: Die umständlichen und kostenaufwändigen Fahrten würden wegfallen. Denn viele Dübener fahren extra nach Delitzsch oder Eilenburg, um die Angebote nutzen zu können. Offenbar kommen die Kurstädter nun dennoch nicht um die Suche nach Fahrtmöglichkeiten drumrum. Allerdings sei der Weg nach Laußig kürzer, Busse fahren regelmäßig. Auch wenn das Ziel Ausgabestelle Bad Düben nicht realisiert werden konnte, Jutta Faak wäre froh, wenn es jetzt in der näheren Umgebung klappt: „Wenn wir hier in der Region bleiben, ist das kein Problem."

Den Delitzscher Tafel-Verein gibt es seit September 2005. Das Ziel besteht nach eigenen Angaben „in der Sammlung überschüssiger, von Vernichtung bedrohter Lebensmittel und deren Verteilung an bedürftige Menschen". Dabei handelt es sich bei den Lebensmitteln um solche, „die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, aber qualitativ noch einwandfrei sind, zum Beispiel Milch und Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fertigwaren, abgepackte Fleisch- und Fischwaren kurz vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums". Neuesten Angaben zufolge gibt die Tafel Delitzsch in der Loberstadt und in Eilenburg täglich Lebensmittel an derzeit 150 Abholer aus. Insgesamt werden wöchentlich etwa 1800 Tafelkunden mit Lebensmitteln unterstützt. Im vergangenen Jahr haben die Mitglieder des in Delitzsch anässigen

Vereins 320 Tonnen Lebensmittel verteilt.

ka

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