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Tag der offenen Tür im Bad Dübener Waldkrankenhaus

Tag der offenen Tür im Bad Dübener Waldkrankenhaus

Bad Düben. Jonah gehörte beim Tag der offenen Tür am Waldkrankenhaus Bad Düben zu den jüngsten Besuchern. Der Sechsjährige stand im Operationssaal und zersägte einen künstlichen Knochen nach dem anderen, so dass der Chefarzt des Waldkrankenhauses, Christian Melzer, fast schon neidisch wurde: „So rabiat darf ich aber nicht arbeiten.

." Doch er brauchte sich um seine Stelle nicht zu sorgen, denn der kleine Bad Dübener will später nicht ins Medizinische. „Wissenschaftler will ich werden und alles erforschen", sagte der Knirps. 

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Bad Düben. Jonah gehörte beim Tag der offenen Tür am Waldkrankenhaus Bad Düben zu den jüngsten Besuchern. Der Sechsjährige stand im Operationssaal und zersägte einen künstlichen Knochen nach dem anderen, so dass der Chefarzt des Waldkrankenhauses, Christian Melzer, fast schon neidisch wurde: „So rabiat darf ich aber nicht arbeiten."

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Groß und Klein stürmten beim Tag der offenen Tür am Sonnabend das Waldkrankenhaus und das Reha-Zentrum. Bis zum frühen Nachmittag drängten Besucher und Patienten durch Flure, Behandlungsräume, Ambulanz und Operationssaal. „Mit dem Blick hinter die Kulissen wollen wir zum einen das Leistungsspektrum und die hohen Qualitätsstandards vorstellen." Immerhin gehört das Krankenhaus deutschlandweit zu den drei Kliniken, die die meisten Endoprothesen implantieren. Rund 1500 Mal im Jahr setzen die Ärzte künstliche Gelenke ein. „Zum anderen können künftigen Patienten mit unseren Ärzten und Schwestern ins Gespräch kommen, die Einrichtung kennenlernen und vielleicht auch Ängste abschütteln", sagte die stellvertretende kaufmännische Direktorin Cornelia Respa.

Vor der Klinik hatten Krankenwagen und Feuerwehr Stellung bezogen. „Wir demonstrieren heute vor allem die Arbeit mit Spreizer und Rettungsschere, die häufig bei Unfällen zum Einsatz kommen, um eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen zu befreien", sagte Thilo Durrey von der Bad Dübener Feuerwehr. Im Eingangsbereich und den Fluren präsentierten sich die Kooperationspartner der Klinik wie Krankenkassen, Apotheken, Physiotherapien und Orthopädietechniker. Anhand von Wegweisern konnte man sich beispielsweise für einen Rundgang durch die Notfallambulanz, den Besuch eines Krankenzimmers auf Station zwei oder den Gang in den Operationssaal entscheiden.

Den hatte Anita Wendt bereits hinter sich. Als Patientin. Der Rentnerin wurde vor zehn Tagen ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Die OP ist gut verlaufen. Nun hoffe ich auf schnelle Heilung. Heute schaue ich mich ein wenig um. Man kann doch nicht den ganzen Tag im Bett herumliegen", erklärte die Patientin.

Der 72-jährige Rudi Lehmann aus Leipzig kam extra mit dem Bus in die Kurstadt. „Ich brauche ein neues Hüftgelenk. Wo ich das machen lasse, weiß ich noch nicht. Ich war bereits in zwei anderen Krankenhäusern. Aber das Waldkrankenhaus macht auf mich ein sehr guten Eindruck." Er schaute auch hinter die Kulissen des Operationsraumes. Zuvor musste er sich die grüne Schutzkleidung überstreifen. Auf dem Tisch lag kein echter Patienten, sondern eine Reanimationspuppe, an der die Ärzte und Schwestern beispielsweise Beatmung oder Narkose erklärten. „Das ist sehr wichtig. Gerade wenn Patienten Wochen vor ihrer OP zu uns Kontakt aufnehmen, müssen wir ihnen alles bis ins Detail erläutern. Jeder, der eine mehr, der andere weniger, hat Angst vor einem solchen Eingriff. Wenn er weiß, wie die Funktionsabläufe sind, wird die Angst geringer", erklärte Christian Melzer.

Auf dem Flur Richtung Reha-Zentrum waren Vorträge zu Anästhesie, Osteoporose (Knochenweichheit), künstliches Hüftgelenk, Schlaganfall oder Herz anzuhören. Im Reha-Zentrum traf man in der Kardiologie auf Kathrin Schirrmeister aus dem Herzzentrum Coswig. Bei ihr durften die Gäste den Defibrillator ausprobieren. Das ist ein Schockgeber, der mit gezielten Stromstößen bei Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder -flattern eingesetzt wird. Die zehnjährige Lena Jakob aus Pristäblich war eine der Ersten, die es versuchten. „Meine Mutti arbeitet im Waldkrankenhaus als Schwester. Später will ich vielleicht auch so einen Beruf lernen", sagte sie.

Steffen Brost

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