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Bad Düben Tierfreundin bietet Hilfe an und wird enttäuscht
Region Bad Düben Tierfreundin bietet Hilfe an und wird enttäuscht
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23:00 01.04.2011
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. Sie hatte nämlich vor einigen Wochen im Bad Dübener Rathaus vorgesprochen, denn sie wollte drei dieser Relikte, die sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Grundstück befinden, erwerben. Sicherlich – eine äußerst seltene Anfrage, doch zu einer Antwort seitens der Stadtverwaltung kam es nicht. Die Stromleitungen, um die es der Bittstellerin insbesondere ging, wurden inzwischen gekappt und sind fort.

Doch was wollte die Dübenerin mit etwa 50 Meter ausgedienten Stromleitungen anfangen? Wie Carola Jakubczak erklärte, befinden sie sich  unmittelbar neben der alten Gärtnerei Noack am Waldhofsweg, Ecke Torgischer Weg. Und genau dort trafen sich seit einigen Jahren Hunderte Schwalben, bevor es für sie gen Süden ging. „Es war herrliches Bild, ein wunderbares Naturschauspiel, das immer Ende August einige Tage lang andauerte", erinnert sie sich und glaubt, dass sich daran auch niemand störte. Schwalbeneltern und ihre Jungvögel bereiteten sich auf den Stromkabeln am Waldhofsweg auf ihre bevorstehende Reise in den Süden vor.

Anfang des Jahres wurden in der Straße von einer Firma Stromkabel ins Erdreich verlegt, weshalb die alten Masten überflüssig wurden. Carola Jakubczak rief sofort bei EnviaM an und erfuhr, dass dann Bad Düben die Verantwortung für die Masten übernehmen müsse, sollten diese stehen bleiben. „Als naturliebende Bürgerin bat ich die Stadtverwaltung, dies zu tun, damit für die Vögel auch zukünftig die Sammelstelle erhalten bleibt", erzählt die junge Frau, die sich persönlich an

das Bauamt wandte.  Weitere Nachfragen ergaben, dass noch nichts entschieden sei.

Schließlich erklärte sich die Tierfreundin bereit, die Patenschaft für die ausgedienten Masten persönlich zu übernehmen. Das hieß, sie wollte für eventuelle Kosten zur Instandhaltung aufkommen und hoffte nun auf positive Rückmeldung. Doch zu weiteren Gesprächen kam es nicht. Stattdessen wurde die Anwohnerin vor vollendete Tatsachen gestellt. „Ich bin sehr enttäuscht, dass mein Bürgeranliegen auf diese Weise gelöst wurde".

Doch die Familienmutter will die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben. Sie ist immer noch bereit, zwei oder drei Masten zu übernehmen. Sie wünscht, dass sich hilfsbereite Menschen bei ihr melden, die ihr helfen, neue Sitzgelegenheiten für die gefiederten Freunde an der gewohnten Schwalbensammelstelle herzustellen. „Mensch und Tier teilen sich einen gemeinsamen Lebensraum und wir können ihnen nicht die letzten Zufluchtsstätten nehmen", so ihre Überzeugung: Heike Nyari

Heike Nyari

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