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Todesfahrt in Bad Düben: Keine Bestätigung für illegales Autorennen

Todesfahrt in Bad Düben: Keine Bestätigung für illegales Autorennen

Auch vier Tage nach dem schweren Verkehrsunfall in der Bitterfelder Straße in Bad Düben, bei dem ein 21-Jähriger starb, gibt es noch keine genauen Erkenntnisse über den Unfallhergang.

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Von dem Mercedes (Vordergrund) und dem Skoda (hinten) bleiben nach den Crash in der Bitterfelder Straße in Bad Düben nur noch zwei schrottreife Wracks übrig.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. "Die Ermittlungen laufen", so Ilka Peter, Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen, gestern auf Anfrage.

Zu den immer wieder aufkommenden Gerüchten, dass es sich um ein illegales Autorennen gehandelt habe, sagte Peter: "Wir kennen diese Gerüchte, eine Bestätigung dafür können wir derzeit nicht geben." Die Polizei sucht deshalb Zeugen, die Hinweise zum Hergang geben können. Sie können sich unter der Telefonnummer 0341/255100 melden.

Ein Mercedes-Fahrer kam offenbar beim Überholen eines Skoda von der Straße ab und streifte zwei Bäume. Auch das andere Auto wurde gegen einen Baum geschleudert. Der 22-jährige Skoda-Fahrer sowie drei weitere Beteiligte wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Den Menschen vor Ort bot sich an diesem Abend ein schreckliches Bild. Über mehrere Hundert Meter verteilt, lagen Fahrzeug- und Motorteile, persönliche Sachen, eine Stoßstange steckt in einem Baum und eine Achse liegt abgerissen im Graben. Auf einem Grundstück lag ein Motor. Auf der Bitterfelder Straße standen zwei völlig zertrümmerte Autos. Die Polizei hatte die Straße abgesperrt, Rettungswagen standen da, Ärzte kümmerten sich um die Schwerverletzten. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich die Meldung vom Unfall in der Kurstadt verbreitet. Viele Menschen, vor allem jüngere Leute, verharrten schockiert am Ort des Geschehens. Auch viele Schaulustige, die nach ihren Männertagsfeten auf der Heimreise sind, hatten sich angesammelt.

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Bad Düben. Auch vier Tage nach dem schweren Verkehrsunfall in der Bitterfelder Straße in Bad Düben, bei dem ein 21-Jähriger starb, gibt es noch keine genauen Erkenntnisse über den Unfallhergang. "Die Ermittlungen laufen", so Ilka Peter, Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen, gestern auf Anfrage.

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Die Polizei veröffentlichte am Freitag das, was die Ermittlungen bisher zum Hergang des Unfalls ergeben haben. Demnach rasten kurz vor 21 Uhr ein Mercedes und ein Skoda stadtauswärts in Richtung Bitterfeld. Im Abschnitt zwischen Heide Spa und Sportplatz Muldeaue scherte der Mercedes aus bisher unbekannten Gründen nach links aus, kollidierte mit der linken Fahrzeugseite mit zwei Straßenbäumen. Dabei wurden das hintere Fahrwerk und der Motor herausgerissen, der Mercedes drehte sich und stieß vermutlich den Skoda an. Vor der Einfahrt zum Sportplatz kamen beide Fahrzeuge schließlich zum Stillstand. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Düben und weitere Rettungskräfte waren innerhalb weniger Minuten an der Unfallstelle. Die Insassen der Autos mussten aus ihren Wracks geschnitten werden.

Die traurige Bilanz: Alle fünf Beteiligten, vier Männer und eine Frau, im Alter zwischen 17 und 22 Jahre werden verletzt und müssen in Krankenhäuser gebracht werden. Für den 21-jährigen Mercedes-Fahrer, der aus Görschlitz stammen soll, kommt jede Hilfe zu spät. Er erliegt später in der Klinik seinen schweren Verletzungen. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf etwa 30.000 Euro. Die Bitterfelder Straße ist in diesem Bereich bis tief in die Nacht gesperrt. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.

Am Tag danach ist der Unfall Thema Nummer eins in der Kurstadt. Dies auch, weil sich eine Menge Gerüchte um den Hergang ranken. So wollen Zeugen beobachtet haben, dass sich die Fahrer der beiden Fahrzeuge mit TDO-Kennzeichen den ganzen Nachmittag über ein Wettrennen auf der Bitterfelder Straße geliefert haben sollen. Offizielle Bestätigungen dafür gibt es momentan nicht. „Solange die Ursache nicht klar ist, kann man nichts ausschließen. Die Beschädigungen an den Autos zeigen, dass beide mit hoher Geschwindigkeit gefahren sind“, so Michael Hille, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen. Ob das allerdings ursächlich für den Unfall sei, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

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Jugendliche legen am Freitagabend Kerzen und Blumen in der Bitterfelder Straße in Bad Düben nieder.

Quelle: Thomas Jentzsch

Bestürzung und Trauer prägten das Bild an der Bitterfelder Straße am Freitagabend. Gegen 18 Uhr versammelten sich etwa 80 Jugendliche und legten Blumen und Kerzen an der Unglücksstelle nieder. Die zumeist Freunde und Bekannten des Verunglückten umarmten sich und weinten. Zudem wurde ein Holzkreuz mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden“ aufgestellt.

Wie sehr die Menschen das schreckliche Geschehen bewegt, zeigten auch die Kommentare auf der Internet-Seite der LVZ. Innerhalb weniger Stunden meldeten sich sehr viele Nutzer in über 130 Kommentaren zu Wort. Bedauerlicherweise konnte ein der Situation angemessener Ton in den Nutzerkommentaren im Verlauf des Tages nicht aufrechterhalten werden. Aus Respekt vor den Opfern und Angehörigen haben wir entschieden, eine weitere Kommentierung des Artikels einzustellen und auch alle bisher eingegangenen Kommentare aus dem Netz zu nehmen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

Kathrin Kabelitz / Nico Fliegner / Steffen Brost

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