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Bad Düben Trotz Probleme: Dübens Gewerbeverein will vorerst weiter machen
Region Bad Düben Trotz Probleme: Dübens Gewerbeverein will vorerst weiter machen
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00:21 28.05.2015
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Bad Düben

Über die Sommermonate wollen sich die Mitglieder Zeit geben. Denn obwohl die Zeichen zuletzt auf Aus standen, gibt es Ambitionen, den einst von Gottfried Lohan gegründeten Verein fortzuführen.

Die Voraussetzungen dafür sind aber nach der jüngsten Zusammenkunft nicht besser geworden. Der Mitgliederschwund und das fehlende Interesse von Händlern, nachzurücken und aktiv mitzuwirken, setzt sich fort. 50 Mitglieder konnte Chefin Annett Mazanec zählen, als sie den Verein 1998 übernahm, jetzt sind es noch 26. Das macht sich auch bei den monatlichen Treffen bemerkbar. Zuletzt kamen um die fünf Mitglieder plus einige Partner, am Donnerstag waren es neun. Immerhin. Auch die reichten nicht aus, um die zunächst wichtigste Frage zu klären: Wer rückt für die beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder nach? Wie berichtet, hatten diese im März ihren Rückzug aus persönlichen Gründen erklärt. Es fehle einfach die Zeit für diese Tätigkeit, hieß es damals. "Bisher ist keiner bereit, Verantwortung zu übernehmen", stellt Mazanec - mittlerweile auch ziemlich frustriert - fest.

In den kommenden Wochen solle sich nun zeigen, wie viel der Wunsch nach einem Fortbestehen des Vereins wert ist. Mazanec verhehlt nicht, dass es Diskussionen unter den Händlern und Gewerbetreibenden gibt, die auch eine Neuausrichtung im Blick haben. "Es gibt verschiedene Vorschläge. So unter anderem, dass wir als reine Gewerbegemeinschaft weitermachen." Oder auch Anregungen, sich als Verein nicht mehr so aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen, weil das immer wieder zu Streitigkeiten mit der Stadt geführt habe. "Das habe ich bisher zum Beispiel nie so gesehen, weil wir als Verein ja die Interessen der Händler vertreten haben", sagt Mazanec, die offen ließ, ob sie die angedachten Veränderungen mittragen könne. Sie wolle jetzt abwarten, wohin die Diskussionen in den nächsten Wochen führen. Die monatlichen Treffen sollen zunächst weitergeführt werden.

Damit die Arbeit von über 20 Jahren nicht einfach verloren geht, setzten Mazanec und der Vorstand in der jüngsten Vergangenheit aktiv auf Mitgliederwerbung. "Nur feste Mitgliedsbeiträge können uns finanzielle Sicherheit und damit die Möglichkeit geben, Maßnahmen zu unterstützen", so ihr Standpunkt. Auch beim Treffen der Innenstadtinitiative benannte sie das Anliegen. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) wirbt gar zudem um ein Zusammenwirken der im Gewerbeverein organisierten Händler, der Gewerbetreibenden aus der Innenstadtinitiative oder sonstiger in der Stadt. Sie würde sich wünschen, dass ein gegenseitiges Kennenlernen, vielleicht auch die Mitgliedschaft im Verein, eine gemeinsame Basis bilden könne. Sie sei auch nicht immer einer Meinung mit dem Gewerbeverein, "ich finde aber die organisierte Form durchaus wichtig, weil der Kontakt zur Industrie- und Handelskammer besteht". Dies führe auch dazu, dass man organisierter Weiterbildungen anbieten könne.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2015
Kathrin Kabelitz

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