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Bad Düben Trotz knapper Kasse: Laußig will in Schule, Turnhalle und Abwassernetz investieren
Region Bad Düben Trotz knapper Kasse: Laußig will in Schule, Turnhalle und Abwassernetz investieren
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00:27 16.01.2016
Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider. Quelle: Steffen Brost
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Laußig

Was will und wann was kann sich Laußig in den kommenden beiden Jahren finanziell leisten? Zweimal schon haben Räte und Verwaltung in internen Beratungen Machbares und Notwendiges abgewogen, eine Prioritätenliste festgelegt. Diese wird und kann sich aber noch verschieben, so Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Der Freistaat habe ein neues kommunales Förderprogramm aufgelegt, das den Investitionsrahmen für Laußig eng schnüre: „Wir sind zwangsläufig angesichts der wenig für Investitionen zur Verfügung stehenden Eigenmitteln auf eine hohe Co-Finanzierung angewiesen.“

Abgeschlossen werden soll die Dorfbeleuchtung Authausen, die mit 100 000 Euro fixiert ist. Weitere Investitionen stehen in der Turnhalle Pressel und in der Schule Authausen an. Ebenso für die Sanierung des Schlosses Pressel. Wann, hängt aber wiederum von der Förderung ab. „Alle Unterlagen liegen vor, allein aus dem Brandschutz ergeben sich schon 29 Auflagen“, macht Schneider das Dilemma deutlich. Hinzu kommen die Anforderungen des Denkmalschutzes. Nicht zu vergessen sind Flutschutzmaßnahmen, die abgeschlossen werden sollen. Ein großer Investitionsblock stellt die Realisierung der Abwasserbehandlung mit dem Überpumpen des Abwassers nach Bad Düben dar, was allein 2,5 Millionen Euro kostet.

Viele kleine Maßnahmen kommen hinzu wie die Instandsetzung der Radwege in Laußig, der Wegebau in Authausen und Pressel, die Beteiligung an der Umsetzung des Flurneuordnungsverfahrens. In diesem Rahmen wurden im vergangenen Jahr die Maßnahmen Langer Damm und Mehlweg mit Eigenmitteln der Gemeinde in Höhe von 34 000 Euro realisiert. Die Gemeinde müsse vermehrt der Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung nachkommen. In Kossa sei es erforderlich, die Außenanlagen am Bürger-Service-Center in einen ordentlichen und begehbaren Zustand zu versetzen. In den Kindertagesstätten sind Brandschutzauflagen zu erfüllen, allein für die Kossaer Kita stehen 55 000 Euro im Plan. In Görschlitz und Pressel geht es um die Erneuerung der Dorfbeleuchtung – ein Projekt, was sich über mehrere Jahre hinziehen wird.

Die Verwaltung sei dran, die Einführung der doppelten Haushaltsführung abzuschließen. Das gesamte Anlagevermögen ist zum größten Teil erfasst, jetzt gelte es, zügig die Eröffnungsbilanz aufzustellen. Letztlich müsse es das Ziel sein, im Februar den Etat-Beschluss zu fassen. Bleibt die Finanzlage so angespannt wie jetzt, könne er „eine moderate Steuererhöhung nicht ausschließen“, so Schneider. Er sähe es aber eher als Verpflichtung, Gebühren für Leistungen, die die Gemeinde für ihre Bürgerschaft erbringt, kostendeckend zu gestalten.

Von Kathrin Kabelitz

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