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Umbau des Dübener Freibades soll 2017 starten – was wird aus dem Pächter?

Nach Fördermittelzusage Umbau des Dübener Freibades soll 2017 starten – was wird aus dem Pächter?

Ein Geschenk zum 60. Geburtstag des NaturSportBads Dübener: die Fördermittelzusage für den Umbau zum Heide-Integrationscamp. Die Freude darüber ist bei Pächter Andreas Glewe und dem Förderverein groß. Allerdings startet das Projekt erst 2017.

Blick auf das Freibad in Bad Düben, das modernisiert werden soll.

Quelle: LVZ

Bad Düben. Für Bad Dübens Freibad-Pächter Andreas Glewe ist in diesen Tagen alles wie immer. Oder eben alles etwas anders. Wie in den Vorjahren beginnen in den Frühjahrs-Tagen die Vorbereitungen für die neue Bade-Saison. Und die steht trotz der maroden baulichen und technischen Anlagen diesmal unter ungewohnt optimistischen Vorzeichen. Mit der kürzlich erfolgten Zusage von 2,3 Millionen Euro Fördermitteln für das Projekt Integrationscamp NaturSportBad Dübener Heide ist die Zukunft des Bades gerettet.

Pächter Glewe ist noch immer hin und weg ob der Botschaft: „Die gute Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Wir freuen uns, dass sich die langjährige Arbeit unserer Mannschaft und des Fördervereins gelohnt hat. In diesem Jahr feiern wir 50 Jahre Freibad. Da ist das gleich das richtige Geburtstagsgeschenk.“ Trotz aller Freude beschäftigen Glewe aber nach wie vor die altbekannten Probleme. Wann genau der Umbau beginnt, steht nämlich noch nicht fest. „Unsere Zeitschiene sieht vor, voraussichtlich nach den Sommerferien 2017 mit den Arbeiten zu beginnen, damit wir mit dem größten Teil bis zur Badesaison 2018 fertig sind“, sagte Bad Dübens Bauamtsleiterin Heike Dietzsch.

Schwerpunkt sind dabei die Schwimmbecken. Seit Jahren kämpft Glewe gegen den löchrigen Betonboden aus den 1960er-Jahren und betreibt regelmäßig Flickschusterei. Was in diesem Jahr ansteht, ist noch unklar. „Wir haben die Becken noch nicht ausgespritzt. Erst dann werden die Schäden sichtbar. Aber ich rechne wegen des milden Winters mit nicht all zu großen bösen Überraschungen.“

Die letzten Monate hat das gesamte Areal im Ortsteil Hammermühle gut überstanden. Nur einmal standen Einbrecher im Gelände und zerstörten die Satellitenschlüssel. Ansonsten blieb es ruhig. „Wir werden in den nächsten Tagen anfangen. Es stehen Reparaturarbeiten an den Filteranlagen an. Außerdem müssen die Sanitäranlagen und das Gelände auf Vordermann gebracht werden“, so Glewe.

Schon jetzt ist das Bestellbuch im Freibad gut gefüllt. Viele Schulklassen, Vereine und Familien wollen zu Sportfesten und Feierlichkeiten anrücken. Los geht es am 1. Mai mit einem Familientag. Es folgen Himmelfahrt (5. Mai) sowie das Sommernachtsfest im August. Wann und wie dabei der 50. Geburtstag des Bades gefeiert werden soll, steht noch nicht fest. „Allerdings freuen wir uns, wenn uns die Bad Dübener historische Fotos und Unterlagen zu 60 Jahre Freibad Hammermühle leihweise für eine Ausstellung zur Verfügung stellen könnten“, sagte Glewe.

Unabhängig davon laufen die Vorbereitungen für die Groß-Sanierung. Mit dieser eröffne sich die einmalige Chance einer ganzheitlichen Umgestaltung des Bades in ein ökologisches barrierefreies NaturSportBad, heißt es in dem von der Verwaltung erarbeiteten Grob-Konzept. Noch steht der Feinschliff aus. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) macht aber jetzt schon klar, dass die Zusage für die Gelder das eine ist, die Umsetzung aber für die Stadt große Kraftanstrengung bedeute. Die Beckenform wird weitreichend umgestaltet. Entstehen soll ein 600 Quadratmeter großer Lagunen-Flachwasserbereich (Tiefe 0,3 bis 1,3 Meter) mit Sandboden, der sich anschließende 450 Quadratmeter große Sandstrand bietet Spielmöglichkeiten für die Kleinsten. Mit einem Holzsteg verbunden liegt westlich das 80 Quadratmeter große Planschbecken mit Rutsche und künstlichem Bachlauf. Für sportlich ambitionierte Schwimmer stehen drei 25-Meter-Bahnen mit Startblöcken zur Verfügung. Das chlorfreie Wasser erlaube zudem die Verwendung von Materialien wie Holz für Stege, Handläufe im Wasser und das Ein-Meter-Sprungbrett. Als Übernachtungsmöglichkeiten sind neben Zelten auch Fasshütten angedacht. Die wohl bedeutendste Umstellung betrifft die Umstellung der chemischen Wasseraufbereitung in eine biologische Wasserreinigung durch einen schilfbepflanzten Bodenfilter. Auch die Sanitäranlagen sollen neu entstehen.

In zwei Jahren soll das Projekt umgesetzt sein. Bis 2018 läuft auch der Pachtvertrag zwischen der Stadt und Andreas Glewe. Über das Danach ist noch nicht entschieden. Glewe jedenfalls will auch im neuen NaturSportBad weitermachen.

Von Kathrin Kabelitz und Steffen Brost

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