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Vandalismus in Bad Düben nimmt kein Ende

Vandalismus in Bad Düben nimmt kein Ende

Bad Düben. Die Zerstörungswut nimmt kein Ende. Erneut haben Unbekannte in Bad Düben zugeschlagen – und das im wahrsten Sinn des Wortes.

. Diesmal mussten die Stelen im Kurgebiet dran glauben.

In der Stadtverwaltung kann man über solche Vorfälle nur noch den Kopf schütteln. In steter Regelmäßigkeit stellen die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes Vandalismus fest. Einmal sind es Graffiti-Schmierereien an Häuserwenden, ein anderes Mal liegen die Blumenkästen, die auf der Muldebrücke stehen, achtlos aus ihren Halterungen gerissen auf dem Fuß- und Radweg, die Erde breit verstreut daneben.

Von „sinnloser Zerstörungswut" spricht Ordnungsamtsleiterin Gabriele Leibnitz angesichts der neuesten Vorfälle. Am Wochenende wurden auf der Flaniermeile Parkstraße, inmitten des Kurgebiets zwischen Heide Spa und Obermühle alle vier Lichtstelen zerstört und das Elektrokabel abgeschnitten. „Bei der Aufnahme des Schadens haben wir außerdem festgestellt, dass die Lampen entlang der Wege im Kurpark ebenfalls zerstört wurden", sagte Leibnitz. Die Stadt beziffert den Schaden auf etwa 2000 Euro. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Der Heimatverein, der sich seit Jahren für ein schönes Stadtbild engagiert – Stichwort: Verschönerungsverein –, sprach auf seiner jüngsten Zusammenkunft gar von einem „zweifelhaften Verhalten der Kurstädter", was den Vandalismus und das Ablagern von Müll – ein weiteres Problemfeld – angeht. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) sagte, dass es „immer Unverbesserliche" gebe, die nichts achteten, „Hauptsache der eigene Rasen ist schön grün". So würden Grünschnittabfälle illegal im öffentlichen Bereich entsorgt, Müll, alte Autoreifen und Möbelstücke kämen irgendwann hinzu. Münster habe kürzlich eine Geschäftsinhaberin eines Ladens am Marktplatz auf frischer Tat ertappt, die gerade dabei war, ihren Müll in einen Papierkorb der Stadt zu werfen. Rudolf Scheeren, Hausmeister der Stadt, kann solche Vorfälle bestätigen. Sie seien kein Einzelfall.

Eltern, die so handelten, seien ihren Kindern kein gutes Vorbild, sagte Münster. „Dann brauchen wir uns auch nicht über diese hässlichen Graffitis wundern." Sie könne sich nicht vorstellen, dass niemand etwas mitbekomme. „Wir müssen alle darauf achten, dass man so etwas auch zur Anzeige bringt. Es geht nicht anders. Wir müssen selber aufpassen." Selbst aus dem Marktplatzbrunnen hätten Bürger in heißen Sommermonaten Wasser entnommen, um ihre Blumen zu gießen. Trotz allem sehe die Stadt aber größtenteils sauber und ordentlich aus, betonte die Stadtchefin.

Zu den jüngsten Vorfällen im Kurpark sucht das Ordnungsamt Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können. „Auf Wunsch werden diese auch vertraulich behandelt", sagte Leibnitz. Informationen nimmt auch die Polizei entgegen.

Nico Fliegner

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