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Bad Düben Verkehrschaos in der Baderstraße in Bad Düben
Region Bad Düben Verkehrschaos in der Baderstraße in Bad Düben
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09:05 22.10.2017
In der Baderstraße in Bad Düben geht es chaotisch zu. Viele Autos fahren vermutlich aus Macht der Gewohnheit nach der alten Streckenführung. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Seit Freitag geht es in der Baderstraße in Bad Düben andersrum. Die Stadt hat die Einbahnstraßen-Regelung geändert und die Fahrtrichtung gedreht. Bei Anwohnern stößt das jedoch mehr auf Kritik als Verständnis.

Es ist kurz nach halb zehn: In den Parknischen stehen viele Autos in unterschiedlicher Richtung. Vermutlich noch die Macht der Gewohnheit. Auch viele Radfahrer halten sich nicht an die neue Einbahnstraßenregelung und fahren munter in beide Richtungen. Das führt zu zahlreichen brenzligen Situationen.

Torgischer Weg führt jetzt durch Baderstraße

Anwohnerin Ursula Borck beobachtet das Treiben vom Paradeplatz aus. „Völliger Blödsinn, die Fahrtrichtung zu ändern. Die Radfahrer halten sich sowieso nicht dran und ich muss am Anger jetzt viel mehr Verkehr ertragen, weil viele die Abkürzung in Richtung Paradeplatz nehmen“, schimpft die Bad Dübenerin. Auch aus der anderen Richtung gibt es zahlreiche Verwirrung. So muss mancher Autofahrer, der aus Richtung Paradeplatz in die Baderstraße einfährt, wieder rückwärts stoßen, weil plötzlich Gegenverkehr auftaucht.

Aber warum wurde die Straße gedreht? Der Torgische Radweg verläuft über 67,2 Kilometer von Delitzsch über Bad Düben bis nach Torgau. Bisher verlief der Radweg vom Naturparkhaus kommend über Anger, Kirch-, Gartenstraße bis in Höhe Supermarkt in der Dommitzscher Straße, wo er in den Waldhofweg einmündet und weiter in Richtung Authausen geht. Allerdings suchte man lange Zeit einen attraktiveren Verlauf. Und der wurde mit der Verlegung durch die Baderstraße scheinbar gefunden.

Anwohner äußern sich kritisch

„Ich finde diese Drehung unnötig. Das ist größtenteils am grünen Tisch entschieden worden. Außerdem verstößt die neue Regelung in meinen Augen gegen die Straßenverkehrsordnung, da jetzt links statt rechts geparkt werden muss. Und Gastronomie gibt es nur noch in Form eines Cafés. Außerdem finde ich es nicht gut, dass in diesem Zuge auch mehrere Parkplätze vor der Volksbank weichen müssen“, sagt Sabine Jörke von der Reiseagentur 2 PS. Eine ähnliche Meinung hat auch Ingo Prophet vom Sport- und Laufladen. „Den Torgischen Weg ausgerechnet durch die Baderstraße zu verlegen, finde ich überflüssig. Mit der Richtungsänderung werden die Autos noch ein bisschen schneller hindurchpoltern. Das fördert die Gefährdung der Radfahrer und Fußgänger.“

Gar keinen Sinn in die Veränderung sehen Annett und Torsten Mazanec vom Schreibwarengeschäft in der Kirchstraße. „Die Autos kommen jetzt verstärkt über den Anger, um schneller in die Baderstraße oder weiter zum Paradeplatz zu gelangen. Sie nutzen es als Abkürzung. Der Anger ist für so eine Mehrbelastung gar nicht gebaut worden“, sagt Torsten Mazanec. Kein Problem sieht dagegen Diana Apitzsch. Die Anwohnerin profitiert von der Regelung und muss nicht mehr durch die ganze Stadt fahren, um in die Baderstraße zu gelangen. „Das wird sich alles einspielen“, so Apitzsch.

Von Steffen Brost

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