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Bad Düben Verkehrt herum durch Einbahnstraßen? Radler fordern freie Fahrt
Region Bad Düben Verkehrt herum durch Einbahnstraßen? Radler fordern freie Fahrt
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13:56 19.05.2015
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Bad Düben

Die Ergebnisse wurden am Montag nun bei einem erneuten Treffen vorgestellt, diskutiert, teilweise modifiziert oder auch verworfen. "Bis zum nächsten Treffen am 8. Juni wollen wir nun alle verbliebenen Projekte samt Vorschlägen zur Veränderung auflisten", so Werner Wartenburger (SPD), der das Gremium leitet. Diese Liste soll dann an das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr weitergeleitet werden. Ziel sei es in jedem Fall, so Wartenburger, mit den Verkehrsexperten bei einem Vorort-Termin die angestrebten Veränderungen zu besprechen und anzustoßen.

Dabei müssen diese nicht in jedem Fall viel Geld kosten. So schlug Bauamtsleiterin Heike Dietzsch beispielsweise vor: "In der Lutherstraße sollten wir das Schild gemeinsamer Geh- und Radweg in Höhe der Sparkasse wegnehmen, so dass die Radfahrer dann auch offiziell mit den Autos auf der Straße fahren können."

Doch in anderen Bereichen ist es natürlich nicht mit dem Entfernen eines Schildes getan. Drei Handlungsschwerpunkte kristallisieren sich in der fast dreistündigen Sitzung heraus. Neben der Neuhofstraße/Bitterfelder Straße sind dies die Bereiche des Bahnübergangs in der Torgauer Straße und die Schmiedeberger Straße/Postweg. Da sich Letzterer durch den geplanten Bau des Kreisverkehrs ohnehin entschärfen wird, wurde er an diesem Abend nicht näher diskutiert.

Doch was wünschen sich die Rad- lobbyisten für die anderen beiden Schwerpunkte? In der Torgauer Straße, so waren sie sich schnell einig, sei die optimale Variante die Verlängerung des Radweges stadtauswärts über die Bahnschiene hinweg. Uwe Laslo, der in seiner Funktion als Kreiswegewart, aber auch als radfahrender Bad Dübener mit sehr vielen konkreten Hinweisen und Empfehlungen aufwarten konnte, schlug zudem eine Zwischenlösung vor: "Wir sollten die Radfahrer stadtauswärts bereits vor der Einmündung Bahnhofsstraße (Schwarzbachbrücke) auf einem rot markierten Radweg gesichert auf die Straße führen."

Ohnehin sprach er sich dafür aus, die Radfahrer öfter als bisher auf der Straße fahren zu lassen. "Der Trend geht dahin, den Radverkehr mit dem fließenden Verkehr gleichzustellen", informierte er. Auf dem Fußweg sei es nämlich nicht immer sicherer. Auch für die Neuhofstraße brachte er eine solche Variante ins Spiel. Hier könnten seiner Meinung nach die Radfahrer stadteinwärts mit dem Bundesstraßen-Verkehr fahren. Vor den Ampeln müsse es dann allerdings einen Radfahrstreifen geben. Auf diesem können die Radfahrer auch rechts an den Autos vorbeifahren. Die Wartelinie für die Autos wird zudem etwa drei Meter zurückgesetzt. "Der Radler ist damit der Erste beim Losfahren und bremst den nachfolgenden Verkehr", so Uwe Laslo über neueste Trends.

Einen Radweg auf einer Seite, der in beiden Richtungen zu befahren sei, stand bei Uwe Kulawinski für diesen Bereich ganz oben auf der Wunschliste. Ob sich nun der Laslo-Vorschlag, ein Radweg für beide Richtungen auf der Ostseite, Radfahrstreifen oder eine Kombination aus allem am besten realisieren lässt, das soll nun mit den Verkehrsexperten vor Ort geklärt werden.

Mit diesem müsste auch über die Öffnung von anderen Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung gesprochen werden. Diesbezügliche Vorschläge dafür gab es beispielsweise für die Mühlstraße oder auch die Baderstraße. Nach der Diskussion gestrichen wurde dieser Vorschlag allerdings für den Bereich vom Hotel National zum Markt, denn, so Uwe Laslo: "Das wäre hier zu gefährlich." Die Radfahrer hätten zudem mit dem Rosengässchen (Am Anger) eine Alternative. Diesen Weg dürften künftig selbst Ortsunkundige finden. Denn er verriet: "So wird demnächst auch der Torgische Radweg ausgeschildert."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2015
Ilka Fischer

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