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Bad Düben Verstärkung für Bad Dübens Polizeiposten
Region Bad Düben Verstärkung für Bad Dübens Polizeiposten
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08:46 23.01.2013
Eilenburgs neuer Revierführer Bernd Klose (rechts) mit seinen beiden Kollegen Vicky Schäfer und Steffen Hobeck, die auf dem Bad Dübener Polizeiposten eingesetzt sind. Quelle: Nico Fliegner
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Bad Düben

Zunächst mal bekommen aber die zwei Bürgerpolizisten eine Kriminaldienstbeamtin zur Verstärkung. Ziel ist es, mehr denn je Präsenz auf der Straße zu zeigen.

Ihn gibt es noch, auch wenn es ihn ursprünglichen Plänen zufolge gar nicht mehr geben sollte. Doch Bernd Klose, der neue Revierführer in Eilenburg, hält an dem kleinen Polizeiposten in BadDüben fest, machte sich zuletzt stark für ihn und rechnet ihm gute Zukunftschancen aus. Die Anlaufstelle für die Bürger aus BadDüben und den Gemeinden Laußig und - neu - Zschepplin befindet sich in der Bitterfelder Straße 25, etwas unscheinbar und abseits vom Stadtgeschehen gelegen. Aber das spielt keine Rolle, wenn es darum geht, dass die Bevölkerung die Polizei mehr wahrnimmt. „Meine Vorstellung ist, dass unsere zwei Bürgerpolizisten 50 Prozent ihrer Zeit draußen verbringen", sagt der 59-Jährige und spricht von mehr Polizeipräsenz.

Dieses hehre Ziel kommt Polizeihauptkommissar Steffen Hobeck und seiner Kollegin Polizeiobermeisterin Vicky Schäfer entgegen. Schreibtischarbeit gehöre zwar zu ihrem Job, aber vor Ort sein, mit den Leuten ins Gespräch kommen, sich mit Problemen beschäftigen, bevor sie größere Ausmaße annehmen - all das verstehen beide unter Polizeiarbeit und gehöre dazu, während die dritte Kollegin, Polizeiobermeisterin Heike Redlich, die demnächst dazustößt, kriminaldienstliche Aufgaben auf dem Posten übernimmt. „Uns kommt es auf die Nähe zu den Leuten an", sagt Steffen Hobeck, der zuletzt in Eilenburg tätig war. Die Arbeit auf einem kleinen Polizeiposten sei mitunter eine andere als in großen Dienststellen, weiß er. Es gehe auch „um die kleinen Dinge, die bisher vielleicht vernachlässigt worden sind", so der 53-Jährige. Zudem habe BadDüben eine „ganz besondere Lage" - nämlich zu Sachsen-Anhalt. Eine Art „Grenzregion". Der Kontakt zu benachbarten Dienststellen müsse deshalb funktionieren.

Vicky Schäfer hat wiederum die Fahrradfahrer in der Kurstadt im Blick - und das schon seit Langem. Die 32-Jährige war bereits vor der Strukturänderung bei der sächsischen Polizei, die seit 1. Januar gilt, für BadDüben zuständig. „Viele Radfahrer halten sich nicht an die Regeln", weiß sie. So will sie mit ihrem Kollegen das Verkehrsgeschehen in der Stadt öfter kontrollieren, um Unfälle zu vermeiden.

Bernd Klose ist jedenfalls optimistisch: „Das passt jetzt. Der Polizeiposten ist für die nächsten sechs Jahre gesichert." In diesen Tagen wollen die Bürgerpolizisten zunächst Kontakte knüpfen - zu Händlern und Gewerbetreibenden, zur Feuerwehr und anderen Einrichtungen. Sollte der Polizeiposten mal nicht besetzt sein, weil gerade ein Einsatz läuft, und ein Bürger klingelt, meldet sich eine Stimme aus dem Revier in Eilenburg. Ansonsten können die Bürgerpolizisten auch telefonisch jederzeit kontaktiert werden: Festnetz 034243/3000, Mobilfunk 0172/3556671.

Nico Fliegner

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