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Bad Düben Vom Pfarrer bis zur Musik: Kirchen-Förderverein in Bad Düben legt los
Region Bad Düben Vom Pfarrer bis zur Musik: Kirchen-Förderverein in Bad Düben legt los
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15:43 25.01.2018
Der neue Fördervereins-Vorstand: Christian Melzer, Peter Sambale, Britta Abicht, Simone Ohrisch, Thomas Frenkel und Holger Voigt (v.l.). Quelle: Foto: Olaf Majer
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Bad Düben

Ist das der erste Schritt, damit Bad Düben wieder einen eigenen Stadtpfarrer bekommt? Die Kirchgemeinde hofft es und hat ein ermutigendes Zeichen gegeben. Der lang angekündigte Förderverein zur Unterstützung der Gemeindearbeit hat sich am Mittwochabend im Lutherhaus gegründet. Ein Ziel ist es, mit dem Verein zumindest anteilig auch eine Pfarrstelle durch Spenden und Mitgliedsbeiträge möglich zu machen.

Vikar Hoberg wieder weg

Der Weg bis zur Gründung war kein leichter. Im Grunde ist der neue Förderverein sogar aus der Not geboren: Weil der Stellenplan des Kirchenkreises nur noch eine halbe Pfarrstelle für Bad Düben vorsieht, belastet die Gemeinde nach dem Weggang von Jörg Uhle-Wettler 2016 nach Magdeburg eine anhaltende Ungewissheit. Zunächst gab es mit Gerry Wöhlmann zumindest noch bis zum Sommer 2017 einen Vertretungspfarrer. Doch nach seinem Dienstende und dem Intermezzo mit Vikar Stefan Hoberg (der Ende März wieder ausscheidet, LVZ berichtete) stehen die Dübener in Sachen Pfarrersuche wieder am Anfang da.

Deshalb versteht die Kirchgemeinde die Vereinsgründung auch als Signal, sich nicht mit der unbefriedigenden Situation abzufinden. „Diese Kürzungen finde ich einfach ideenlos. Wir wollen weiter den christlichen Glauben in unserer Stadt hochhalten und nicht in die Beliebigkeit abrutschen“, sagte Gemeindekirchenratschef Wolfgang Rieger.

30 Gründungsmitglieder

Und so konnten am Mittwoch weder die Suche nach dem Schlüssel fürs Dübener Lutherhaus noch ein kurzzeitig vermisster Wahlzettel das Projekt Gemeinde-Förderverein aufhalten. Genau 30 Gründungsmitglieder trugen sich in die Vereinsliste ein. Sie zahlen pro Person nun einen jährlichen Mindestbeitrag von 50 Euro, Ehepaare 80 Euro. Jederzeit können weitere Mitglieder beitreten. Genauso sind Spenden willkommen und nötig. In einer ersten Befragung seien Zusagen über rund 10 000 Euro pro Jahr eingetroffen, informierte Rieger. Da ist durchaus noch Luft nach oben – etwa 22 000 Euro pro Jahr sind beispielsweise nötig, um eine Pfarrstelle mitzufinanzieren.

In der Vereinssatzung drehte sich die Debatte dann um die Kernfrage: Wie breit soll der Förderverein aufgestellt sein? Antwort: Ziemlich breit. Neben dem Personal können auch musikalische Angebote, bauliche Maßnahmen oder caritative Aufgaben unterstützt werden. „Damit wollen wir uns keine Tür verbauen“, begründete Annemarie Wartenburger. Der Verein soll vor allem das Gemeindeleben stärken und sich nicht ausschließlich auf Personalfragen beschränken.

Vorstand gewählt

Eine Personalfrage wurde aber gleich geklärt: Mit Christian Melzer, Peter Sambale, Britta Abicht, Simone Ohrisch, Thomas Frenkel und Holger Voigt gibt es nun einen sechsköpfigen Vorstand. Dieser wird jetzt seine Arbeit aufnehmen – und in den nächsten Tagen zunächst einmal alle Mitglieder anschreiben.

Von Olaf Majer

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