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Bad Düben Von Bibern und Jagdgeschichten - Grundschüler als Museumsführer unterwegs
Region Bad Düben Von Bibern und Jagdgeschichten - Grundschüler als Museumsführer unterwegs
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14:20 19.05.2015
Ben Steudel hat sich das Thema Ton ausgewählt und erklärt den Besuchern, was die Dübener Heide damit zu tun hat. Quelle: Steffen Brost

"Wir arbeiten seit 2007 eng zusammen. Im Rahmen des Kurses 'Stadtgeschichte im Museum' lernen die Kinder einmal in der Woche für eine Stunde alles rund um das Thema Museum kennen. Es ist mittlerweile bereits der 14. Kurs, den wir in Kooperation mit der Evangelischen Grundschule durchführen", erzählte Yvette Steuer.

Wochenlang hatten sich die Dritt- und Viertklässler auf diesen Tag vorbereitet. Sie beschäftigten sich mit verschiedenen Objekten der Ausstellung. Wer schon immer mal wissen wollte, was eine Reliefkarte ist oder was für alte Knochen in der Vitrine liegen, konnte dies und noch mehr von den Schülern erfahren.

Die neunjährige Vanessa Treffler hatte sich die Biber als Vortrag ausgesucht und dafür recherchiert. "Das ist ein spannendes Thema für mich, weil es die Tiere ja auch in unserer Gegend gibt. Ich habe viel vorbereitet und will den Besuchern erzählen, wo die Biber leben, warum sie Bäume anknabbern und vieles mehr", sagte die Schülerin.

Kim Schöneberger und Marietta Güntzel beschäftigten sich indes mit großen Gemälden. "Es ist die Geschichte von Carl Wilhelm Schneider. Er war mal der Besitzer der Obermühle. Wir erklären den Besuchern die besondere Bekleidung der abgebildeten Personen, die aus der Biedermeierzeit stammen", berichtete Kim.

Im Laufe des Rundganges erfuhren die zahlreichen Besucher viel Spannendes und Interessantes über die Geschichte der Dübener Heide. Die kleinen Museumsführer berichteten auch über einen alten Schuhröntgenapparat, die alte Reliefkarte der Heide, über Ton, einen Mammutknochen und sächsische Säbel. Der zehnjährige Albert Ceprakow hatte sich die Jagd ausgesucht und brachte den Gästen das Jagdvergnügen näher. "Die Dübener Heide war einst kurfürstliches Jagdgebiet. 1655 hielt der Kurfürst Johann Georg der Erste hier eine große Jagd ab, bei der Schweine, Bachen, Frischlinge, Rotwild, Hirsche, Füchse und Wölfe erlegt wurden", berichtete Albert.

Am Ende bekamen die Kinder viel Beifall. Auch die Museumsleiterin war angetan. "Die Kinder haben das alle sehr gut gemacht. Dafür dürfen sie jetzt einen Schluck Kindersekt trinken und Gummitiere naschen. Das haben sie sich verdient."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2014
Von Steffen Brost

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