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Bad Düben Von Portugal nach Sachsen – Bonny Krell arbeitet derzeit für ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Heidepark
Region Bad Düben Von Portugal nach Sachsen – Bonny Krell arbeitet derzeit für ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Heidepark
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15:04 24.03.2010
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Was sie erwarten wird, wusste sie damals noch nicht, aber deswegen sei sie hier. „Nach einem halben Jahr Jobsuche war ich froh, etwas gefunden zu haben“, sagt sie. Dass sich ihr Freiwilliges Ökologisches als echter Glücksgriff entpuppen würde, hätte sie da noch nicht gedacht. „Das ging alles so schnell, binnen zwei Wochen habe ich in Portugal alles geregelt und bin dann gleich hierher geflogen“, erzählt sie. 17 Jahre lang lebte sie auf der iberischen Halbinsel. Zunächst mit Mutter und Schwester am Stadtrand von Portimão an der Atlantikküste, später in der Universitätsstadt Coimbra, wo sie allgemeine Biologie studierte und vor rund einem halben Jahr ihren Master in angewandter Ökologie erhielt. Dann ging die Arbeitsplatzsuche los. „Wo ich einen Job bekomme, war mir relativ egal, für mich stand immer nur fest, dass es in die Natur hinausgehen soll.“ Das sei Bonny schon zu Schulzeiten klar gewesen. „Die Stadt ist nichts für mich, ich brauche die Ruhe, Wasser und Grün um mich herum.“ Und ab und an auch etwas Erde zwischen den Fingern. Dass sie dabei auch von oben bis unten schmutzig wird, stört sie nicht. Sie ist eine, die zupacken kann und das auch will. „Wenn ich draußen etwas machen kann, empfinde ich das gar nicht als Arbeit, dann fühlt man sich eher frei“, sagt sie. Dass sie auch Bürokratisches erledigen muss, ist dennoch kein Problem für sie. „Anträge auf Fördermittel für verschiedene Projekte zu stellen, ist gar nicht so einfach und oft etwas langwierig, aber das gehört eben dazu und ist wichtig.“ Von ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr erhofft sie sich vor allem jede Menge Erfahrungen sammeln zu können, um so potenzielle Berufsfelder kennenzulernen. Die praktische Arbeit während des Studiums habe sich eher auf Tätigkeiten im Labor beschränkt. „Ich habe zwar jede Menge theoretisches Wissen, jetzt wird es aber Zeit, dass ich es auch einmal anwenden kann“, so Bonny. Genau daran seien auch viele Bewerbungen gescheitert. Entweder sei sie überqualifiziert gewesen oder es wurden mindestens zwei Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt. „Aber wie soll das funktionieren, wenn man nicht einmal die Chance bekommt, irgendwo anzufangen?“, sagt die junge Biologin. Außerdem sei es bei der Jobbörse schwierig gewesen, ihre Einsatzmöglichkeiten genau zu beschreiben, da in Portugal oftmals unter bestimmten Bezeichnungen andere Kompetenzen fallen würden.

Magdalena Fröhlich

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