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Bad Düben Von Riesenkürbissen und englischen Erdäpfeln
Region Bad Düben Von Riesenkürbissen und englischen Erdäpfeln
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14:11 19.05.2015
Gottfried Weihe (rechts), Organisator des 6. Heide-Erntefestes, wiegt mit einem Helfer die Rekordkürbisse. Das schwerste Exemplar bringt 55 Kilo auf die Waage. Quelle: Steffen Brost

Hunderte Besucher strömten am Sonntag bei sommerlichen 24 Grad zum 6. Heide-Erntefest an die Gutsscheune Schwemsal nahe Bad Düben. Das Küchenteam hatte gut zu tun und servierte jede Menge Mittagessen, Kuchenportionen und Eisbecher. Den ganzen Tag präsentierten sich zahlreiche Anbieter regionaler Produkte. Weihe, selber Kartoffelexperte, zeigte 39 verschiedene Sorten der Erdäpfel, darunter King Edward aus England, Sarpo Mira aus Ungarn und die Bamberger Hörnchen. "Das ist eines meiner Hobbys. Damit will ich zeigen, welche Vielfalt es gibt. Die Leute kennen heute nur zwei, drei Sorten", so Weihe.

Gleich daneben hatte Pilzberater Werner Dähne seinen Stand. Etliche Exemplare brachte der Rentner mit. "Dieses Jahr ist ein sehr gutes Pilzjahr. Das Wetter ist ideal. Da strömen die Menschen wieder in die Wälder. Wer jedoch Pilze findet, bei denen er sich nicht sicher ist, sollte den Pilzberater aufsuchen", sagte Dähne.

Eine Warteschlange bildete sich bei dem Pomologen Ralph Frankenstein. Der Apfelexperte bestimmte Sorten. "Ich stelle heute 63 verschiedene Äpfel aus. Aber weltweit gibt es weit über 3000 Sorten. Ab und zu muss ich auch mal passen. Meistens, wenn nur ein Exemplar vorgezeigt wird. Ideal sind drei Äpfel, um eine hundertprozentige Bestimmung machen zu können."

Um Äpfel ging es auch vor der Gutsscheune. Dort hatte Moster Matthias Konschak zu tun. Mit seinem Team produzierte er Apfelsaft. Bad Dübens Pfarrer Jörg Uhle-Wettler rückte gleich mit drei Zentnern an. "Die sind alle von Bäumen aus dem Pfarrgarten", erzählte er.

Zum Finale wurden dann auch traditionell die größten Kürbisse, Äpfel und Möhren prämiert. Der Sieg bei den Heidekürbissen ging diesmal an den Schwemsaler Harry Lehmann. Sein Exemplar wog 55 Kilogramm. Die längste Möhre brachte Ingrid Große aus Schwemsal mit 27 Zentimetern mit und den größten Apfel präsentierte Albert Seidel aus Schnaditz. Sein Exemplar hatte einen Umfang von 34 Zentimetern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2014
Von Steffen Brost

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