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Von einer Erfolgsgeschichte und eindeutig Zweideutigem im Kurpark

Von einer Erfolgsgeschichte und eindeutig Zweideutigem im Kurpark

Bad Düben. Für so viel Ehre haben ursprünglich geplante anderthalb Stunden Festprogramm dann doch nicht gereicht. Eine Hundertjährige, die sich vor allem in den vergangenen Jahren deutlich herausgeputzt hat, wurde Freitagabend im Saal des Bad Dübener Heide Spa gefeiert.

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Die Bad Dübener Kurrende umrahmt den Festakt anlässlich 100 Jahren Kur in Bad Düben gewohnt musikalisch ambitioniert.

Quelle: Wolfgang Sens

ide Spa gefeiert. Zahlreiche Gäste und Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Medizin, Kur und Tourismus, von nah und fern und vor allem mit dem Fakt eng verbunden, dass sich Düben bereits seit 100 Jahren als Kursstätte empfiehlt, erwiesen dem Jubiläum sowie dem 15-jährigen Bestehen des Heide Spa Reverenz.

All die Namen und Verdienste der Personen um Nordsachsens "heimliche Hauptstadt", so Michael Czupalla (CDU), die nicht nur der Landrat an diesem Abend aufzählte, würden Seiten füllen. Eine Erfolgsgeschichte habe, auch mit dem Bau des Vier-Sterne-Hotels für das Heide Spa Resort vor einigen Jahren, manchen Zweifler eines Besseren belehrt. Bad Düben behauptete auch nach der politischen Wende seinen Platz im Kreis renommierter sächsischer Kurstädte. Der Baum, den Czupalla symbolisch überreichte, "möge auch in den nächsten 100 Jahren in der Kurstadt gut gedeihen", so das Kreisoberhaupt, dessen besondere Anerkennung Reiner Heun, Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide, und seiner Mannschaft galt. Dieser erinnerte wiederum jüngst erst im Interview mit dieser Zeitung und auch an diesem Abend daran, dass es für 100 Jahre Kur in Düben ohne Czupallas Spa-"Baby" hätte Probleme geben können. Die Nachfolge des Ruheständlers in spe wurde dieser Tage ausgeschrieben. "Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen, nach Naturheilmitteln liegt im Trend, aber der zum Speed-Wellness nicht", gab der 67-Jährige künftig Verantwortlichen auf den Weg. Auf Kundenwünsche müsse man schnell und flexibel reagieren können.

Dass sich Düben in diesem Jahr bekanntlich erneut einem Zertifizierungsverfahren für den Bad-Titel stellt, ist auch für Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und ihre Verwaltung eine Herausforderung. Die Unterlagen müssten bis 30. November eingereicht werden, was noch einige Investitionen erfordere, aber vor allem auch bedeute, die touristische Infrastruktur auf dem aktuell hohen Niveau zu halten. Zur Kleinstadt gehört das "Bad" seit 1948. Und Münster kramte aus DDR-Zeiten manch Kurzweiliges ans Licht. So die bei Kurgästen besonders gefragten Parterre-Zimmer, die Spuren im Schnee davor, manch eindeutig zweideutige Situation im Kurpark und dass die Dübener erst ab 21.30 Uhr eine Chance hatten, einen Platz in örtlichen Gasthäusern zu ergattern.

Kurzweilig und klangvoll auch die musikalischen Glückwünsche der Bad Dübener Kurrende, die Moderation von LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich, die sich redlich mühte, die Gäste zwischen der Vielzahl von Grußworten, darunter auch von den Vertretern aus der Partnerstadt Dietz, bei Laune zu halten. Dass der zudem noch avisierte sächsische Mundart-Interpret Uwe Roland wegen einer Unpässlichkeit absagen musste, verbreitete nach über zwei Stunden Programm schon fast etwas Wellnessgefühl. Denn bei Speisen vom Büfett sollte auch noch Zeit für individuelle Kontakte bleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2015
Karin Rieck

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