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Bad Düben Waldsiedlung Wellaune: Anwohner wollen ein Wartehäuschen und Gehweg
Region Bad Düben Waldsiedlung Wellaune: Anwohner wollen ein Wartehäuschen und Gehweg
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13:00 01.12.2016
Die Jugendliche vom Seehaus Störmthal im Bushäuschen in Störmthal. So eines wollen auch die Bewohner der Wellauner Waldsieldung. Quelle: Andre Kempner (Archiv)
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Wellaune/Zschepplin

Seit Jahren wünschen sich die Grundstücksbesitzer der Waldsiedlung an der B 2 zwischen Rotem Haus und der Ortschaft Wellaune einen Bushalt mit Wetterschutz und Sitzmöglichkeit. „Hier gibt es Leute, die kein Auto besitzen und Gehbehinderte, die auf den Bus 196 angewiesen sind“, macht Joachim Hoyer aus Zschepplin öffentlich. Bereits im September 2015, teilte die Zscheppliner Gemeindeverwaltung dazu jetzt auf Anfrage mit, sei zu dieser Problematik Post aus der Waldsiedlung im Landratsamt Nordsachsen eingegangen. Im Monat darauf wäre das Thema in der Gemeinde abschließend bearbeitet und an die Stadt Bad Düben weitergeleitet worden, weil besagte Bushaltestelle zum Dübener Ortsteil Wellaune gehört. Verantwortlich für die sogenannte Straßenbaulast, wozu Haltestellen zählen, sei wiederum das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, zuständig für B-Trassen. „Uns liegt ein Schreiben der Stadt Bad Düben vom Januar 2016 an einen Bürger aus der Waldsiedlung vor, in dem mitgeteilt wird, dass Bushaltestelle und ein Gehweg in Richtung Waldsiedlung im Zuge der Ortsumgehung Wellaune mitgeplant werden sollen“, so die Zscheppliner Verwaltung.

Kosten müsste die Stadt Bad Düben zahlen

Das wird die Betroffenen nicht zufrieden stellen, denen bereits vor einem weiteren Winter graut, in dem sie in dem Waldstück an der B 2 keinen Schutz vor dem Wetter beim Warten auf dem Bus finden. Denn im ersten Halbjahr 2017 soll für die Ortsumfahrung Wellaune, wie berichtet, erst das Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Wann danach dafür Baurecht geschaffen und die Ortsumfahrung in die Jahresprogramme eingeordnet werden könne, dafür sei es für konkrete Aussagen noch zu früh, so das Landesamt. Momentan wäre zudem nur eine Busbucht mit Aufstellfläche und Zuwegung vorgesehen. Die Stadt Bad Düben habe bei der bisherigen Ortsumfahrung kein Wartehäuschen gewünscht. Was aber nicht das Problem sei, wenn die Kosten von der Kommune übernommen würden. „Beim Abzweig Tiefensee war es möglich, eine überdachte Sitzgelegenheit zu bauen“, stellt Joachim Hoyer fest. Obwohl das wohl nicht so dringlich gewesen sei wie für die Waldsiedlung.

Von Karin Rieck

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