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Bad Düben ?Weil ich an Gott glaube?
Region Bad Düben ?Weil ich an Gott glaube?
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17:00 19.05.2015
Pfarrer Jörg Uhle-Wettler mit seinen Schützlingen Leah Sophie Neubert, Lukas Bonnick, Emily Gall, Anton Ohneseit, Lena Richter, Jonas Maximilian Runck, Lisa Jarzombek, Martin Trodler und Victoria Ende (von links). Sie halten ein Banner mit der Losung des Kirchentages, der Anfang Mai in Hamburg stattfand. Nicht im Bild, wird aber auch konfirmiert: Richard Müller. Quelle: Nico Fliegner

Von da an können sie in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilnehmen, Pate werden und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilnehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt werden.Die Jungen und Mädchen haben sich bewusst für die Konfirmationen entschieden. "Das ist für mich die Bestätigung zur Taufe", sagt Lea Sophie Neubert. Und Lena Richter fügt hinzu: "Ich lasse mich konfirmieren, weil ich an Gott glaube."

So einfach und treffend können die Antworten auf die Frage: Warum Konfirmation und nicht Jugendweihe? sein. Die jungen Leute haben sich in den zurückliegenden zwei Jahren intensiv mit dem Glauben und der Kirche auseinandergesetzt, besuchten den Konfirmandenunterricht bei Pfarrer Uhle-Wettler. Und der zeigt sich angetan von seinen Schützlingen: "Einige kenne ich schon sehr lange und konnte eine enorme Entwicklung beobachten."

Für ihn gebe es indes nicht mehr die "eifersüchtige Konkurrenz" zwischen Jugendweihe und Konfirmation. "Das war zu DDR-Zeiten anders. Ich hatte Glück, ein starkes Elternhaus hinter mir zu haben und konnte die Jugendweihe ablehnen. Heute ist sie ein sinnentleertes ideologiefreies Passageritual geworden." Der Pfarrer würde zwar auf einer Jugendweiheveranstaltung "niemals die Festrede halten", aber er kenne sehr nette, aufgeschlossene Jugendliche, die sich für die Jugendweihe entscheiden. Es gebe aber auch solche, die weder das eine noch das andere machen wollten. Für die sei im vorigen Jahr in einer Evangelischen Sekundarschule in Sachsen-Anhalt, die von der kirchlichen Schulstiftung betrieben wird, eine Segensfeier mit Namen "Maiglöckchen" ausgerichtet worden. "Das war hoch emotional", erzählt der Pfarrer, der in seiner Zeit in Bad Düben schon etwa 200 Jugendliche konfirmiert hat.

Emotional wird es wohl auch am Sonntag ab 10 Uhr in der Stadtkirche werden. Nach der Konfirmation werden die Jugendliche mit ihren Angehörigen feiern und abends wollen sie gemeinsam losziehen zu ihrem Lieblingstreffpunkt: die Muldebrücke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Nico Fliegner

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