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Bad Düben Weißrussische Kinder erholen sich in der Dübener Heide
Region Bad Düben Weißrussische Kinder erholen sich in der Dübener Heide
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00:46 25.07.2015
Wie funktioniert eine Schnitzeljagd mit moderner GPS-Technik? In Authausen probieren sich die Kinder aus. Quelle: Ilka Fischer
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21 Kinder aus dem 1900 Einwohner zählenden Dorf machen jetzt in der Dübener Heide Ferien. Ermöglicht wird dies von der Elterninitiative für Schaschirje in Leipzig in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Laußig. "Seit 20 Jahren arbeiten wir als unabhängige Gruppe für das fast vergessene Dorf am Rande der Zone der Naturkatastrophe", sagt Rainer Winkler von der Initiative. 1996 hatten die Leipziger erstmals Kontakt zu den Laußigern. Seitdem ist die Gemeinde mit im Boot. Auch in diesem Jahr hat sie die Unterkunft unter der Woche in der ehemaligen Schule möglich gemacht. An den Wochenenden wird diese nicht gebraucht, denn da sind die 9- bis 15-Jährigen bei Gasteltern, zwei Drittel in der Gemeinde, aber eben auch in Leipzig. Erstmals Gastmutti ist Silvana Klugmann, die die Kindertagesstätte in Authausen leitet. "Wir haben mit Liane und Alina zwei Schwestern aus der 6. und 7. Klasse. Am Wochenende geht es baden, in Leipzig klettern und nach Bad Schmiedeberg", freut sie sich.

Wer mit nach Deutschland will, muss neben guten Leistungen in der Schule an einem Freizeitangebot im Kulturhaus von Saschirje teilnehmen. Jewgenia Schadrina, die das Kulturhaus leitet und mit der die Leipziger Gruppe seit 1994 zusammenarbeitet, achtet drauf. Der 14-jährige Kyril Rudnitzki gehört dazu. Er ist als Akkordeonspieler der einzige Junge bei den ansonsten tanzenden Mädchen. "Wir waren in Leipzig, haben aber auch in Berlin das Brandenburger Tor gesehen und unter der Weltkugel auf dem Alexanderplatz gestanden", erzählt er auf Englisch. Bei solchen Höhepunkten ist dann auch mal die durch die überhöhte Strahlung bedingte geringe Belastbarkeit ein Stück weit vergessen.

Doch nicht immer geht es nach Berlin und Leipzig. So machten die Ferienkinder gemeinsam mit den Hortkindern aus Authausen auch eine GPS-Schnitzeljagd. Hortnerin Gerda Kunze: "Wir haben uns da auch für unsere Kinder gefreut, denn das ist doch mal was anderes." Begeistert zogen sie in zwei gemischten Gruppen los. Sarah Becker hatte in ihrer die Verantwortung für das GPS-Gerät. "Leider kann ich kein Russisch. Aber auf der Oberschule in Bad Düben werde ich es nun lernen", nimmt sich die Elfjährige vor. Doch auf dem Weg zum Schatz der Süßigkeiten fand sich auch so manche Verständigungsmöglichkeit - ganz ohne gemeinsame Sprache.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.07.2015
Von Ilka Fischer

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